Die Verbraucherzentrale hat massive Bedenken gegenüber den Pistazien-Donuts von Backunion GmbH, die über Rewe verkauft werden. Die Kritik richtet sich dabei vor allem gegen den Produktnamen „Mucho Pistachio“, der den Anschein erweckt, dass ein hoher Anteil an Pistazien in dem Gebäck enthalten ist. Tatsächlich stellen jedoch nur 2,7% der Donuts echte Pistazien dar, während die grünen Stückchen, die den Donuts ein appetitliches Aussehen verleihen, aus künstlich eingefärbten Mandelstückchen bestehen.

Wie die Verbraucherzentrale weiter erklärt, sind echte Pistazien lediglich in der Füllung der Donuts enthalten, die nur 15% des Inhalts ausmacht. Dies bedeutet, dass lediglich 18% des gesamten Donut-Produkts aus echten Pistazien bestehen. Der Verdacht auf Irreführung ist erheblich, und die Verbraucherzentrale sieht dies als Verstoß gegen die EU-Verordnung über Lebensmittelinformationen, die seit dem 13. Dezember 2014 in Kraft ist und sicherstellen soll, dass Verbraucher klare und nicht irreführende Informationen erhalten.

Rechtslage und Verbraucherschutz

Die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 hat das Ziel, den Verbraucherschutz zu stärken, indem sie sicherstellt, dass Verbraucher umfassend über die Lebensmittel, die sie konsumieren, informiert sind. Dazu gehören verpflichtende Angaben wie die Bezeichnung des Lebensmittels, Zutatenverzeichnisse, Allergene und Nährwertdeklarationen. Lebtelemente müssen klar und verständlich dargestellt werden, während Lebensmittelunternehmer in der Verantwortung stehen, die Richtigkeit dieser Informationen zu gewährleisten. Diese Regelungen gelten für alle Lebensmittel, die für Endverbraucher oder Gemeinschaftsverpflegung bestimmt sind.

Die Backunion GmbH hat die Vorwürfe vehement zurückgewiesen und betont, dass der Name des Produkts sich auf die Füllung beziehe. Ein Verbraucher aus Köln hatte sich über das Produkt beschwert und sprach von „arglistiger, bewusster Täuschung“, die durch den irreführenden Namen und die Darstellung der Donuts ausgelöst werde.

Abseits der Lebensmittelindustrie zeigt die Technologiebranche auch interessante Entwicklungen. Das Unternehmen Sandbar hat seinen neuen Stream Ring vorgestellt, einen AI-unterstützten Smart Ring, der Gedanken durch Sprache aufnehmen kann. Der Ring, der am Zeigefinger getragen wird, transkribiert gesprochene Worte in Text, der über eine spezielle App abrufbar ist. Er verfügt über einen kapazitiven Sensor, der eine Aufnahme durch einfaches Tippen ermöglicht. Der wasserdichte Ring kann auch als Mediencontroller dienen und ist für den Einsatz bei Regen oder Schweiß geeignet.

Mit der Einführung solcher Technologien bleibt der Verbraucherschutz allerdings ebenfalls ein zentrales Thema. Die Streitthemen rund um die Informationspflichten in der Lebensmittelbranche und die Rolle innovativer Produkte wie des Stream Rings zeigen, wie wichtig Transparenz und Qualität in beiden Bereichen sind.