In der schnelllebigen Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) ist das Risiko, in nicht genehmigte Special Purpose Vehicles (SPVs) zu investieren, zunehmend in den Fokus geraten. Der CEO von Anthropic, Dario Amodei, hat kürzlich vor den Gefahren solcher nicht autorisierten SPVs gewarnt. Diese Konstrukte sind bei Anlegern beliebt, da sie den Zugang zu begehrten Investitionen ermöglichen, bergen jedoch erhebliche Risiken. Wie Business Insider berichtet, erhalten Investoren bei nicht genehmigten SPVs oft keine direkten Unternehmensanteile und laufen somit Gefahr, ihr Geld zu verlieren.

Die hohe Nachfrage nach KI-Aktien hat viele zweifelhafte Angebote angezogen. Anthropic hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Einsatz solcher SPVs einzuschränken, nachdem die Praxis im vergangenen Sommer untersagt wurde. Dennoch gab es in der letzten Finanzierungsrunde, in der das Unternehmen eine Bewertung von 170 Milliarden US-Dollar anstrebt und 5 Milliarden US-Dollar an neuen Mitteln sucht, weiterhin SPVs, die von Investoren angeboten werden. Dies zeigt, dass das Interesse am Unternehmen stark bleibt, auch wenn Anthropic versucht, die Bedingungen zu steuern.

Die Schwierigkeiten mit SPVs

SPVs dienen dazu, Kapital zu bündeln und damit in risikoreiche Ventures wie KI-Startups zu investieren. Obwohl sie den Zugang zu potenziell lukrativen Investitionen bieten, sind sie oft mit hohen Gebühren behaftet. Berichten zufolge liegen die Gebühren für SPVs zwischen 10% und 16%, was deutlich über den üblichen Gebühren der Venture-Capital-Firmen liegt. Anwälte und Anleger weisen darauf hin, dass insbesondere nicht genehmigte SPVs mit unlauteren Praktiken konfrontiert sind, die vor allem Privatanlegerinnen und -anleger in Schwierigkeiten bringen können, insbesondere das Risiko von Betrug und Annullierungen von Geschäften.

Die Kritik an nicht genehmigten SPVs nimmt zu. Laut Restart Ready warnen Organisationen wie OpenAI vor den Gefahren solcher Angebote, die oft keinerlei realen Wert bieten. Die Prävalenz dieser Vertriebsstrategien hat insbesondere in Zeiten steigender KI-Startups zugenommen. Anleger sind aufgerufen, sich über die Risiken solcher Investments zu informieren, da nicht genehmigte SPVs häufig rechtlich problematisch sind.

Strategien von Anthropic

Um die missbräuchliche Nutzung von SPVs zu verhindern, arbeitet Anthropic eng mit renommierten Investoren wie Menlo Ventures zusammen. Das Unternehmen legt besonderen Wert darauf, dass sein Investor Menlo Ventures in der aktuellen Finanzierungsrunde eigene Mittel verwendet, anstatt auf SPVs zurückzugreifen. Diese Strategie hat sich als effektiv erwiesen, um Anthropic’s Position im aktuellen Investitionsumfeld zu stärken.

Die Bemühungen um die Regulierung von SPVs unterstützen das Unternehmen auch dabei, das Vertrauen von Investoren zurückzugewinnen. Die anhebung von Transparenz und Compliance-Standards durch potenzielle neue Regulierung könnte langfristig dazu beitragen, den Sekundärmarkt für SPVs zu stabilisieren. Während der Markt aufgrund der großen Nachfrage nach Technologien wie den Claude-Modellen des Unternehmens weiterhin stark bleibt, ist es für Anleger wichtig, gut informierte Entscheidungen zu treffen.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Landschaft der KI-Investitionen sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Anleger sollten sich der Risiken, insbesondere in Bezug auf nicht genehmigte SPVs, bewusst sein, um fundierte Entscheidungen zu treffen, die ihre Investitionen bestmöglich schützen.