Am 13. Februar 2026 zeigt der Finanzmarkt eine interessante Dynamik. Während Tech-Aktien an Schwäche leiden, lässt der Dow Jones erstmals die 50.000 Punkte-Marke hinter sich. In diesem sich verändernden Umfeld gewinnen Rohstoffe und Dividendenwerte zunehmend an Bedeutung. Die Überlegungen zur Sektor-Rotation ziehen Investoren an, die ihren Fokus auf neue Branchen verlagern, wie der Capital-Chefredakteur Timo Pache in einer Diskussion mit Aktien-Expertin Petra Ahrens unterstrich.
Der DAX verharrt stabil bei 24.700 Punkten, während der Nasdaq 100 um 1,6 Prozent fällt und zeitweise sogar ein Minus von bis zu fünf Prozent verzeichnete. Hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz sowie die Einführung eines neuen Tools des Chatbots „Claude“ von Anthropic werden als mögliche Ursachen für die Schwäche im Tech-Sektor genannt. Trotz starker Zahlen von Amazon können diese Entwicklungen den Kursrutsch nicht aufhalten. Auch Unternehmen wie Microsoft, Nvidia und Palantir sind betroffen.
Rohstoffmarkt im Aufwind
Vor diesem Hintergrund profitiert Rio Tinto, ein bedeutender Akteur im Rohstoffsektor, vom globalen Infrastrukturboom. Das Unternehmen gilt als attraktiver Rohstoffriese mit solidem Cashflow und Dividenden. Zudem wird Diageo, ein britischer Spirituosenhersteller, als vielversprechender Dividendentitel betrachtet. Auch die DBS Group, die größte Bank Singapurs, hat aufgrund ihrer stark gefestigten Position im südostasiatischen Raum und attraktiver Dividenden, die ohne Quellensteuerabzug auszahlbar sind, großes Interesse geweckt.
Die Rohstoffpreise variieren kontinuierlich, beeinflusst durch verschiedene Faktoren, darunter Explorationsprojekte, technologische Innovationen und effizientere Fördermethoden. Ein anhaltender Anstieg der Nachfrage in Schwellenländern führt zu Marktverschiebungen und Preisschwankungen. Insbesondere die Preise für Erdgas in Europa haben sich nach der Zunahme der Handelsbeziehungen seit dem Ukraine-Konflikt stabilisiert.
Preisentwicklung im Rohstoffsektor
Die Entwicklung der Rohstoffpreise ist stark konjunkturabhängig. So stiegen die Kohlepreise zwischen 2002 und 2008 aufgrund einer höheren Energienachfrage, insbesondere aus den Schwellenländern, während sie während der Weltwirtschaftskrise 2009 und in der Corona-Pandemie 2020 stark fielen. Auch mineralische Rohstoffe wie Aluminium und Kupfer zeigen preisstabilisierende Tendenzen aufgrund ihrer steigenden Nachfrage durch erneuerbare Energietechnologien und Elektromobilität. Der Aluminiumpreis korreliert positiv mit den Rohölpreisen und gilt damit als wichtiger konjunktureller Indikator.
Die Edelmetallpreise, darunter Gold und Silber, unterliegen ebenfalls volatilen Entwicklungen, wobei Gold oft als strategische Wertanlage fungiert. Silber hingegen zeigt in der Regel geringere Schwankungen, es sei denn, dass außergewöhnliche Umstände wie die Corona-Pandemie eintreten.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die derzeitige wirtschaftliche Lage weiterentwickeln wird. Professionelle Anleger versuchen, die konjunkturelle Entwicklung zu antizipieren, wobei historische Muster, die das National Bureau of Economic Research (NBER) untersucht, oft nicht mehr eins zu eins abgebildet werden können.
Für weitere Informationen über Rohstoffpreise besuchen Sie Statista, und für tiefere Einblicke in die Sektor-Rotation werfen Sie einen Blick auf die Analysen von DJE.