Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) setzt auf internationale Partnerschaften und reist mit einer Unternehmerdelegation nach Frankreich, um die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Sachsen und dem Nachbarland zu stärken. stern.de berichtet, dass die Reise von Montag bis Freitag stattfindet und wichtige Stationen in Grenoble, Paris und Montpellier umfasst. Die Delegation hat das Ziel, sächsischen Firmen den Zugang zu neuen Auslandsmärkten zu ermöglichen, wobei der Fokus besonders auf Schlüsselbranchen wie Mikroelektronik, Life Sciences, Verbundwerkstoffe und erneuerbare Energien liegt.
Frankreich hat sich zu einem der bedeutendsten Handelspartner Sachsens entwickelt. Im Jahr 2024 lag der Warenwert der sächsischen Exporte nach Frankreich bei rund 2,7 Milliarden Euro – ein Rekordwert seit über 15 Jahren. Frankreich nimmt im Länder-Ranking der sächsischen Exporte den sechsten Platz ein, wobei die Hauptexportgüter Kraftfahrzeugbau, Maschinenbau, Elektrotechnik und Luftfahrzeuge sind.
Ausbau des Außenhandels
Die Bedeutung des Außenhandels zeigt sich auch in den gesamtwirtschaftlichen Zahlen. Laut den vorläufigen Daten des Freistaates Sachsen beträgt der Gesamtwert der Ausfuhr im Jahr 2024 über 51 Milliarden Euro, was einer Veränderung von 2,4 % entspricht. Fertigwaren und Halbwaren tragen maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung bei, insbesondere Enderzeugnisse, die sich auf 41,9 Milliarden Euro belaufen. Dies verdeutlicht das wachsende Interesse sächsischer Unternehmen an internationalen Märkten und den Drang, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Die Exporte zeigen auch im Jahr 2025 eine positive Tendenz: Nach den ersten drei Quartalen konnte ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden. Dies lässt darauf schließen, dass die Maßnahmen zur Förderung des Handels fruchten und Sachsen als Wirtschaftsstandort weiterhin attraktiv bleibt.
Perspektiven für die Partnerschaft mit Frankreich
Eine wesentliche Rolle für die Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen spielen Veranstaltungen wie die Podiumsveranstaltung „Frankreich – Sachsen: Potenziale für eine erfolgreiche Partnerschaft“, die am 14. Mai 2025 stattfand. Diese wurde vom Deutsch-Französischen Wirtschaftskreis Berlin und anderen Institutionen organisiert und befasste sich intensiv mit den Chancen für eine noch engere Zusammenarbeit, insbesondere mit der Region Okzitanien. Dr. Jens Katzek, Vizepräsident des Deutsch-Französischen Wirtschaftsclubs Mitteldeutschland e.V. (DFWM), war anwesend und diskutierte mit anderen hochrangigen Vertretern die zukünftigen Möglichkeiten.
Ein weiteres Highlight wird der 2. Deutsch-Französische Wirtschaftskongress Mitteldeutschland sein, der am 3. und 4. September 2025 im Rahmen der European Business Week in Chemnitz stattfindet. Ziel dieses Kongresses ist es, die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Wirtschaft auszubauen und die Beziehungen zur Region Okzitanien zu vertiefen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Reise von Wirtschaftsminister Dirk Panter ein wichtiger Schritt in Richtung einer verstärkten wirtschaftlichen Vernetzung mit Frankreich darstellt. Mit soliden Exportzahlen und einer strategischen Partnerschaft in Aussicht könnten sächsische Unternehmen von diesen Bemühungen erheblich profitieren.



