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Seit Anfang Oktober 2025 ist das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Indien in Kraft. Dieses Abkommen, das nach 16 Jahren Verhandlungen zustande kam, verspricht neue Handelsmöglichkeiten für Schweizer Unternehmen, insbesondere für KMU wie PB Swiss Tools aus Wasen. Die Präsidentin des Verwaltungsrats, Eva Jaisli, betrachtet Indien mit seinen 1,4 Milliarden Menschen als einen lukrativen Markt, der für Schweizer Produkte zunehmend zugänglich wird, da die bisher hohen Zollzuschläge stufenweise entfallen werden. Laut SRF wird der Bedarf an neuen Absatzmärkten durch geopolitische Unsicherheiten, insbesondere im Kontext der Beziehungen zwischen den USA und China, verstärkt.

Das Freihandelsabkommen, offiziell als Trade and Economic Participation Agreement (TEPA) bekannt, umfasst zahlreiche Aspekte der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Es zielt darauf ab, den Handel und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz, den anderen EFTA-Staaten (Norwegen, Island, Liechtenstein) und Indien zu fördern. Die wesentlichen Vorteile für Schweizer Exporteure beinhalten eine Zollsenkung auf 95 % der gehandelten Waren sowie Erleichterungen beim Zugang zu Dienstleistungen, Investitionen und öffentlichen Ausschreibungen. Zusätzlich werden stärkere Regelungen zum Schutz geistigen Eigentums sowie Nachhaltigkeitsverpflichtungen implementiert, wodurch das Abkommen auch eine zukunftsorientierte Komponente hat, wie douana.ch berichtet.

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Neue Handelschancen und Herausforderungen

Durch die bevorstehende Zollfreiheit für die Mehrheit der Waren innerhalb von sieben Jahren erwartet man einen erheblichen Anstieg des Handels zwischen der Schweiz und Indien. Die Kosten für Exporteure sollen drastisch gesenkt werden. Allerdings bringt das Abkommen auch Herausforderungen mit sich, wie den erhöhten Wettbewerb auf dem indischen Markt und die vielfältigen Unterschiede in den Geschäftskulturen. Jaisli betont die Wichtigkeit, Kompetenzen im Umgang mit indischen Kunden zu entwickeln und plant, die Expertise von Dritten, wie der Exportförderorganisation Switzerland Global Enterprise, zu nutzen.

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Ein weiterer bedeutender Aspekt des Abkommens sind die Investitionen: Die EFTA-Länder haben Indien 100 Millionen Franken für die nächsten 15 Jahre in Aussicht gestellt. Jaisli erachtet diese Summe als realistisch, da sie auf mehrere Jahre und vier Länder verteilt ist. Für Unternehmen wie PB Swiss Tools, die in der Schweiz produzieren und in 80 Länder exportieren, bieten sich durch das Abkommen neue Geschäftsmöglichkeiten und Perspektiven.

Langfristige Auswirkungen

Die Langzeitperspektiven des Freihandelsabkommens erscheinen vielversprechend. Eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit soll nicht nur kurzfristige Handelsvorteile, sondern auch langfristige Geschäftsmöglichkeiten fördern. Jaisli hebt hervor, dass Freihandelsabkommen für die Industrie essentiell sind, da ohne Umsatz keine Investitionen möglich sind.

Insgesamt stellt das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Indien einen bedeutenden Fortschritt in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit dar. Während Herausforderungen wie der Wettbewerb um Kunden und das Verstehen unterschiedlicher Marktanforderungen bestehen bleiben, eröffnen die verbesserten Bedingungen und der Zugang zum indischen Markt neue Horizonte für Schweizer Unternehmen.