Die Rhein-Hunsrück Entsorgung (RHE) wurde am 1. März 2005 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet und hat seither die Abfallentsorgung für den Landkreis übernommen. Ein zentrales Ziel der RHE ist es, eine nachhaltige Daseinsvorsorge und langfristige Entsorgungssicherheit auf hohem ökologischem Niveau zu gewährleisten. Um dies zu erreichen, hat die RHE Seither auch auf die Stabilität des Gebührenniveaus geachtet, das seit ihrer Gründung konstant auf dem Niveau von 2005 bzw. 1995 gehalten wird. Der Geschäftsführer Thomas Lorenz betont, dass das Engagement der rund 100 Mitarbeiter als Schlüssel zum Erfolg der Organisation beiträgt. Die RHE startete mit 20 Beschäftigten und hat sich seither erheblich vergrößert.

In den zwei Jahrzehnten ihres Bestehens hat die RHE in nachhaltige Abfallwirtschaft investiert und dabei rund 64 Millionen Euro verwendet. Neben der stabilen Gebührenstruktur und einer zuverlässigen Abfallentsorgung gelingt es der RHE auch, sich umwelttechnisch weiterzuentwickeln. Ein eigener Fuhrpark wurde bereits am 1. Januar 2006 eingerichtet, und die Einführung der blauen Papiertonne im Jahr 2008 sind einige der ersten Schritte.

Nachhaltige Energien und innovative Projekte

Die RHE hat auch in den erneuerbaren Energien Fuß gefasst. Zwischen 2010 und 2012 wurden drei Heizzentralen zur energetischen Nutzung von Baum- und Strauchschnitt gebaut. Zudem wurde seit 2012 ein 1,5-Megawatt-Photovoltaikkraftwerk in Betrieb genommen, und zwölf weitere Photovoltaikanlagen wurden auf eigenen Gebäuden installiert. Ein herausragendes Projekt ist die Bioabfallvergärungsanlage, die 2021 in Betrieb ging. Diese Investition von 19,5 Millionen Euro hat eine jährliche Erzeugung von 4,5 Millionen kWh Strom, 4 Millionen kWh Wärme und 10.000 m³ Flüssigdünger zur Folge.

Die RHE hat sich auch in Krisenzeiten bewährt, wie etwa während der Corona-Pandemie oder der Energiekrise, und konnte in dieser Zeit eine zuverlässige Wärmeversorgung für zwei Drittel der Schulen im Landkreis gewährleisten. Eine weitere wichtige Neuerung war die Einführung der Gelben Tonne im Jahr 2022, gefolgt von der Anschaffung eines Elektrobaggers und eines E-Lkw.

RHE als Vorreiter der Abfallwirtschaft

Die RHE hat sich nicht nur durch ihre Innovationen hervorgetan, sondern wurde 2023 auch mit dem VKU-Innovationspreis ausgezeichnet. Ein geplanter Ausbau sieht den Bau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage mit 3 MW auf einer Altdeponie in Gondershausen vor. Dieser kostet 1,45 Millionen Euro und wird durch KIPKI-Mittel des Landkreises gefördert, mit einer geplanten Einspeisung bis Mitte 2026.

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Die jährlichen Abfallmengen im Landkreis sind ebenfalls bemerkenswert: Der Restmüll beträgt 9,5 Kilotonnen, was eine der niedrigsten Mengen in Rheinland-Pfalz darstellt. Weiterhin wurden 13 Kilotonnen Bioabfall, 7,5 Kilotonnen Papier, 4 Kilotonnen der Gelben Tonne und 4,5 Kilotonnen Sperrmüll gezählt. Diese Daten zeigen, wie effektiv das Abfallmanagement der RHE operiert.

  • Restmüll: 9,5 Kilotonnen
  • Bioabfall: 13 Kilotonnen
  • Papier: 7,5 Kilotonnen
  • Gelbe Tonne: 4 Kilotonnen
  • Sperrmüll: 4,5 Kilotonnen

Die Abfallwirtschaft der RHE basiert auf einer fünfstufigen Handlungshierarchie gemäß dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, die von Abfallvermeidung über Wiederverwendung bis hin zur Abfallbeseitigung reicht. Es wird betont, dass die Mülltrennung entscheidend für erfolgreiches Recycling ist, und die Kommunen können durch Information zur korrekten Trennung unterstützen, um die Effizienz im Abfallmanagement zu steigern.

Insgesamt zeigt die RHE mit ihren zahlreichen Maßnahmen und Investitionen, dass sie sich sowohl um eine nachhaltige als auch zukunftsfähige Abfallwirtschaft bemüht und auf dem richtigen Weg ist, die ökologische Verantwortung in der Region weiter zu stärken. Weitere Informationen sind auf hunsrueckmittelrhein.de und leitfaden.kommunaler-klimaschutz.de zu finden.