Am 5. März 2026 trat das Dekret 68/2026/ND-CP in Vietnam in Kraft, das die Steuerpolitik und das Steuermanagement für Geschäftshaushalte und Einzelunternehmen regelt. Laut Vietnam.vn wurden die Steuerbehörden vom Finanzministerium aufgefordert, das Dekret aktiv zu kommunizieren und die Umsetzung zu unterstützen. Steuerexperten haben jedoch schon jetzt auf häufige Fehler von Familienunternehmen hingewiesen, die bei der Anwendung der neuen Steuervorschriften auftreten.
Die neue Regelung verlangt von Haushaltsunternehmen und Einzelunternehmen, ihre Einnahmen in festgelegten Fristen zu melden. So müssen die Einnahmen der ersten sechs Monate bis zum 31. Juli und die der letzten sechs Monate bis zum 31. Januar des folgenden Jahres gemeldet werden. Darüber hinaus sind Unternehmen mit Einnahmen von 500 Millionen VND oder weniger von der Bezahlung der Mehrwertsteuer befreit, müssen aber ebenfalls ihre Einnahmen bis zu einem bestimmten Termin melden.
Herausforderungen für kleine Unternehmen
Ein zentraler Aspekt der neuen Bestimmungen ist der Übergang zu einer datengestützten Unternehmensführung. Dr. Nguyen Hong Trang, Direktorin der Steuerbehörde Linh Phong, hebt hervor, dass viele Geschäftsinhaber Schwierigkeiten im Umgang mit elektronischen Daten und Dokumenten haben. Besonders Kleinstunternehmen sind oft unzureichend darauf vorbereitet, die neuen Vorschriften einzuhalten.
Typische Fehler, die Dr. Trang identifiziert hat, sind Unklarheiten in der Rechnungsstellung sowie mangelnde Berücksichtigung der neuen Steuervorschriften. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, empfiehlt sie eine transparente Einnahmenerfassung und ein effektives Dokumentenmanagement. Zudem können Privatpersonen wählen, ob sie Steuern auf Immobilienvermietung einmal oder zweimal jährlich einreichen.
Einführung der E-Rechnung in Deutschland
Im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Unternehmensprozesse führt Deutschland ab dem 1. Januar 2025 die verpflichtende E-Rechnung ein, wie das Bundesfinanzministerium berichtet. Diese Maßnahme soll die Effizienz in den Rechnungswesen-Prozessen erhöhen und Fehler vermeiden. Rechnungen, die nicht im strukturierten elektronischen Format ausgestellt sind, werden dann nicht mehr akzeptiert.
Die Begriffserklärung eines „inländischen Unternehmens“ umfasst Firmen mit Sitz, Geschäftsleitung oder Betriebsstätte in Deutschland. Gleichzeitig gibt es Ausnahmen von der E-Rechnungspflicht, etwa für Rechnungen an Endverbraucher oder bei Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro. Zudem müssen E-Rechnungen alle umsatzsteuerrechtlichen Pflichtangaben im strukturierten Teil enthalten und können über verschiedene Kanäle wie E-Mail übermittelt werden.
Digitalisierung und Effizienzsteigerung
Die verpflichtende Einführung der E-Rechnung wird von Experten als notwendiger Schritt zur Verbesserung der Datenqualität und Prozessautomatisierung angesehen. Laut EY wird diese Maßnahme dabei helfen, die Effizienz für Unternehmen zu erhöhen und zugleich mehr Transparenz für die Finanzverwaltung zu garantieren.
Die Einführung der E-Rechnung entspricht einem Trend, den andere europäische Nachbarländer bereits vorangetrieben haben, und unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung im Bereich der Umsatzbesteuerung. Unternehmen, die mit dieser neuen Form der Rechnungsstellung arbeiten möchten, sollten sich rechtzeitig darauf vorbereiten und sicherstellen, dass alle technischen Anforderungen erfüllt sind, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.