Die aktuellen Entwicklungen rund um die TeamViewer AG werfen einen Schatten auf die Anlegerstimmung. Deutsche Bank Research hat das Kursziel für die TeamViewer-Aktien drastisch von 12,00 Euro auf 7,50 Euro gesenkt. Die Einstufung bleibt jedoch bei „Hold“. Analyst Gianmarco Conti hebt in seinem Bericht die solide Leistung des Kerngeschäfts mit Fernwartungs-Software hervor, dennoch sind die jüngsten Meldungen zur Integration der übernommenen IT-Firma 1E wenig erfreulich. Diese zeigt nicht die erhoffte positive Entwicklung, was sich negativ auf die Aktie auswirkt. TeamViewer-Aktien erlebten nach dem skeptischen Analystenkommentar einen Rückgang, konnten sich jedoch schnell stabilisieren. Aktuell steht der Kurs bei etwa 6,60 Euro.
Am Mittwoch fiel der Aktienkurs um 15 Prozent, was den Jahresverlust auf rund ein Drittel erhöhte. Eine Abwärtsbewegung, die am Donnerstag mit einem Rekordtief von 6,38 Euro ihren vorläufigen Tiefpunkt fand, bevor eine leichte Erholung einsetzte. Zusätzlich zur aktuellen Unsicherheit tragen auch die niedrigeren Umsatzprognosen für die Jahre 2025 und 2026 zu einem angespannten Marktumfeld bei. Conti identifiziert die schwache Integration von 1E als Hauptgrund für die Kurszielsenkung. Der Wettbewerb im Markt für Fernwartungs-Software nimmt zu, während die Profitabilität durch gestiegene Integrationskosten und Margendruck leidet.
Marktentwicklung und Analystenmeinungen
Die aktuellen Performance-Zahlen illustrieren die Schwierigkeiten, mit denen die TeamViewer AG konfrontiert ist. Zum Beispiel liegt der letzte Schlusskurs am 24. Oktober 2025 bei 6,625 Euro, was seit Jahresbeginn einem Rückgang von 20,37 Prozent entspricht. Auch über einen Zeitraum von zwölf Monaten zeigt sich ein Minus von 30,58 Prozent. Analysten bewerten die Aktie insgesamt durchweg als herausfordernd, revidieren jedoch ihre Empfehlungen. Laut einem Bericht von Marketscreener beträgt die durchschnittliche Empfehlung der Analysten „Aufstocken“, mit einem mittleren Kursziel von 11,96 Euro, was einen potenziellen Anstieg von 80,52 Prozent bedeutet, sollte dieses Ziel realisiert werden.
Die Schwankungen und die Unsicherheiten, die sich aus den Analystenbewertungen ergeben, sind signifikant. Einige Analysten setzen das niedrigste Kursziel auf 7,00 Euro fest, während das höchste Kursziel auf 17,00 Euro angehoben wurde. Bei einer Vielzahl von Analystenschätzungen, die eine Streuung zwischen +18,65 Prozent und +51,72 Prozent aufweisen, zeigt sich das weite Spektrum an Meinungen über den zukünftigen Kursverlauf von TeamViewer. Analysten verschiedener Institutionen, darunter Deutsche Bank, JPMorgan, und Goldman Sachs, beschäftigen sich intensiv mit der Entwicklung des Unternehmens und dessen Wachstumspotenzial.
Insgesamt bleibt TeamViewer langfristig interessant, vorausgesetzt, die Strategie zur Cloud-Transformation wird erfolgreich umgesetzt. Anleger sollten jedoch genau auf die Entwicklungen der Margen und die Fortschritte bei der Integration der 1E-Akquisition achten. Während die aktuellen Herausforderungen bedeutend sind, bietet das bestehende B2B-Kerngeschäft grundlegende Stabilität und Kundenbindung, die potenziell positive Impulse für die Zukunft setzen könnten.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen und Analysteneinschätzungen können die Berichte auf Wallstreet Online, Aktiencheck und Marketscreener eingesehen werden.