Die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG) hat kürzlich ein neues Auslandsbüro in Chicago eröffnet. Dieses Büro soll Unternehmen dabei helfen, in den amerikanischen Markt einzutreten und gezielt amerikanische Investoren für Thüringen zu gewinnen. Seit Anfang Oktober 2025 wird das Büro von der Beratungsfirma Lotus FDI betrieben, die sich in einem Vergabeverfahren durchsetzen konnte. Die USA stellen den wichtigsten Exportmarkt für Thüringen dar, wobei über zehn Prozent der jährlichen Ausfuhren auf diesen Markt entfallen. Die neue Vertretung ist darauf ausgelegt, die gegenseitigen wirtschaftlichen Beziehungen zu fördern und die Stärken Thüringens in den Bereichen Hochtechnologie sowie Pharma- und Medizintechnik zu präsentieren. Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John betont, dass insbesondere mittelständische Unternehmen von dieser neuen Vertretung profitieren sollen. Die Gründung des Büros wurde von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) während eines USA-Besuchs im Frühjahr 2023 initiiert, um die wirtschaftlichen Verbindungen zu stärken.
Wie Süddeutsche weiter berichtet, sind die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Thüringen und den USA bemerkenswert, mit einem Handelsvolumen von rund 2,8 Milliarden Euro und mehr als 300 Thüringer Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen in den USA unterhalten. Die neue Representation in Chicago soll dazu dienen, diese Beziehungen weiter auszubauen und neue Kooperationspartner zu finden.
Wirtschaftsreise in die USA
Von 18. bis 24. Mai 2025 reisten Ministerpräsident Mario Voigt und Wirtschaftsministerin Colette Boos-John mit einer Delegation aus Wirtschaft und Wissenschaft in die USA. Die Reiseziele umfassten Washington, New York und Boston, wo sie sich auf Smart Manufacturing, Biotechnologie und digitale Technologien konzentrierten. Ziel dieser Reise war es, Thüringen als Innovationspartner zu präsentieren und neue Kooperationen zu knüpfen, um den Zugang zum US-Markt zu erleichtern. Angesichts wachsender Unsicherheiten durch US-Zölle war die Stärkung des transatlantischen Dialogs von zentraler Bedeutung.
Während dieser Woche wurde ein klares Signal für internationale Kooperation und die Entwicklung gemeinsamer Zukunftstechnologien gesetzt. Wie die LEG berichtet, erhofft man sich durch diese Maßnahmen eine Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen und eine Förderung von Investitionen, um die Innovationskraft Thüringens weiter zu steigern.
Fazit
Insgesamt verdeutlichen die bisherigen Entwicklungen in Thüringen, wie wichtig das Engagement für transatlantische Beziehungen ist. Der neu eröffnete Standort in Chicago als auch die geplante Wirtschaftsreise sind Teil einer umfassenden Strategie, um Unternehmen bei der Internationalisierung zu unterstützen und die Wirtschaftslandschaft Thüringens weiter zu stärken. Die anhaltenden Bemühungen zeigen, wie entscheidend der Dialog und die Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg für die wirtschaftliche Zukunft der Region sein können. Weitere Informationen zur Entwicklung der transatlantischen Beziehungen finden sich im IW Report 2024.