Am heutigen Tage, dem 8. Februar 2026, stehen in Torgau mehrere wichtige Themen im Vordergrund, die sowohl soziale als auch bauliche Aspekte der Stadt betreffen. Torgau hat eine Reihe von großen Bauprojekten und sozialen Initiativen in Planung, die die Lebensqualität in der Region erheblich steigern sollen. Bau-Dezernent Richard Seidlitz kündigte unter anderem Sanierungsmaßnahmen an der Sporthalle am Wasserturm an.

Ein zentrales Anliegen ist die Reaktivierung des stillgelegten Grundschultrakts im Stadtteil Nordwest. Geplant ist die Einrichtung eines Jugendtreffs, der Jugendlichen in der Umgebung neue Möglichkeiten bieten soll. Zudem läuft ein Schulverweigerer-Projekt in Torgau-Nordwest, das seit einem halben Jahr mit bis zu 22 Kindern und Jugendlichen aktiv ist. Grit Blume vom Europäischen Bildungswerk gibt Auskunft über die erste Bilanz dieses Projekts und hebt die positiven Entwicklungen hervor.

Bauprojekte und Bürgerengagement

Im Rahmen der sozialen Initiativen stehen auch Kinderkleiderbasare in Torgau auf der Agenda, die Eltern die Gelegenheit bieten, beim Kauf von Kinderbekleidung Geld zu sparen. Gleichzeitig bieten die Campingplätze und Stellflächen rund um Torgau eine erschwingliche Möglichkeit für Übernachtungen, was für Touristen und Einheimische gleichermaßen von Vorteil ist.

Auf der baulichen Seite sind die Herausforderungen durch steigende Kosten beim Bau der neuen Multifunktionshalle in Schildau nicht zu übersehen. Ein weiteres großes Projekt sind die Umbauarbeiten im ehemaligen Bahnhof in Beilrode, die seit Mai 2025 laufen. Bürgermeister René Vetter äußerte sich über den aktuellen Zeitplan und die Einzugsmöglichkeiten für die zukünftigen Mieter.

Nationale Förderprogramme

Die laufenden Projekte können auch auf Unterstützung des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ zurückgreifen, das vom Bundesbauministerium gefördert wird. Seit dem Programmstart im Jahr 2014 wurden 228 Premiumprojekte mit einem Bundeszuschuss von rund 721 Millionen Euro gefördert. Diese Initiative soll die Stadtentwicklung durch innovative, baulich anspruchsvolle und experimentelle Vorhaben vorantreiben. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem die Sanierung denkmalgeschützter Bestände, die Revitalisierung des baukulturellen Erbes und die Förderung von Inklusion und Teilhabe.

Eine Expertenjury, die Fachleute aus Architektur, Städtebau, Denkmalschutz und dem Deutschen Bundestag umfasst, übernimmt die Auswahl der Projekte und stellt sicher, dass diese den hohen Anforderungen an baukulturelle Qualität und Innovationspotenzial gerecht werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Torgau mit vielfältigen Projekten und Initiativen auf einem vielversprechenden Weg ist. Diese Entwicklungen leisten nicht nur einen Beitrag zur Stadtentwicklung, sondern fördern auch die Gemeinschaft und bieten wertvolle Ressourcen für die lokale Bevölkerung.