Am 20. Januar 2025 wurde Donald Trump als 47. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt, mit dem Versprechen, ein „goldenes Zeitalter für Amerika“ einzuleiten und die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Während seiner bisherigen Amtszeit haben die US-Börsen signifikante Zuwächse verzeichnet. So stieg der Dow Jones um über 14%, der S&P 500 um fast 17% und der Nasdaq 100 um über 21%. Diese Entwicklung wird vor allem durch den Boom der KI-Technologieunternehmen vorangetrieben, berichtet tagesschau.de.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA erreichte im dritten Quartal 2025 ein Wachstum von 4,3%, das stärkste seit Sommer 2023. Doch trotz dieser positiven Zahlen gibt es wachsendes Bedenken bezüglich der Nachhaltigkeit des Wachstums und dessen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote stieg im November 2025 auf 4,6%, das höchste Niveau seit vier Jahren, während im Dezember 2025 8.000 Industriejobs gestrichen wurden. In Anbetracht dieser Entwicklungen sind Trumps Zustimmungswerte zur Wirtschaftspolitik auf 33% gesunken – der niedrigste Wert seit seinem Amtsantritt.

Wirtschaftliche Herausforderungen und Inflation

Trotz eines moderaten Anstiegs der Inflation, die sich im Dezember 2025 bei 2,7% stabilisierte, bleiben die Lebenshaltungskosten hoch. Experten warnen, dass die importierten Zölle, die Trump eingeführt hat, nicht nur für Unternehmen problematisch sind, sondern auch die Preise für die US-Bürger erhöhen könnten. Laut zdf.de liegt die Zolllast zu 96% auf den Verbrauchern.

Die Handelsbilanz hingegen zeigt eine positive Entwicklung, das Handelsdefizit sank auf rund 30 Milliarden Dollar, den tiefsten Stand seit 2009. Zolleinnahmen beliefen sich auf etwa 200 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr. Dennoch wächst die Sorge über die Staatsverschuldung, die nun mehr als 38 Billionen Dollar beträgt, mit einer Verschuldungsquote von über 123% des BIP. Fachleute erwarten eine steigende Verschuldung, selbst bei Einschnitten in den Gesundheits- und Sozialprogrammen.

Verbraucher*innenstimmung und Marktreaktionen

Die Stimmung der Verbraucher hat sich seit Trumps Amtsantritt verschlechtert und erreichte zeitweise den niedrigsten Stand seit der Inflationskrise vor drei Jahren. Massive Preissteigerungen bei Gemüse und Fleisch, die durch Zölle und steigende Einkaufskosten bedingt sind, stellen für viele Amerikaner ein drängendes Problem dar. Der Aktienmarkt erlebte im April 2025 einen heftigen Rückgang, als der S&P-Index zeitweise mehr als 13% verlor. Eine Erholung trat erst nach der Ankündigung von Trump ein, die Zölle vorübergehend auszusetzen.

Insgesamt steht die amerikanische Wirtschaft unter Druck, während Trump versucht, sein Versprechen eines wirtschaftlichen Aufschwungs zu halten. Die künftige Entwicklung bleibt angesichts dieser Herausforderungen ungewiss.