US-Präsident Donald Trump hat am 18. Februar 2026 eine wegweisende Executive Order unterzeichnet, die die Produktion von elementarem Phosphor und Glyphosat als essenziell für die nationale Sicherheit einstuft. Diese Maßnahmen, die auf dem Defense Production Act von 1950 basieren, sollen sicherstellen, dass die USA über eine ausreichende Versorgung mit diesen kritischen Materialien verfügen, die sowohl für die Nahrungsmittelversorgung als auch für die militärische Einsatzbereitschaft von Bedeutung sind. Laut finanzen.net gibt es nur einen nennenswerten inländischen Produzenten: den deutschen Chemiekonzern Bayer, der in den USA alleiniges Monopol auf die Produktion von Glyphosat und elementarem Phosphor hat.

Die Executive Order verpflichtet das US-Landwirtschaftsministerium, die heimischen Produktionskapazitäten zu sichern und stellt klar, dass keine negativen wirtschaftlichen Folgen für die Produzenten aus der Erhöhung der Produktion entstehen sollen. Jährlich importieren die USA mehr als 6.000.000 Kilogramm elementaren Phosphor, was als Sicherheitslücke betrachtet wird. Trump erklärte, dass der Mangel an Glyphosat die Produktivität der Landwirtschaft ernsthaft gefährden würde. Den Hintergrund dieser Anordnung beleuchtet auch ein Bericht des Weißen Hauses, der die Wichtigkeit dieser Rohstoffe für militärische Anwendungen hervorhebt und die Notwendigkeit unterstreicht, die inländische Produktion zu schützen.

Die Rolle von Glyphosat und elementarem Phosphor

Glyphosat ist das am häufigsten verwendete Herbizid in der US-Landwirtschaft und damit für die industrielle Landwirtschaft von großer Bedeutung. Warum gerade jetzt die Produktion als nationale Priorität eingestuft wird, hängt auch mit der Sorge um die Lieferketten und die Abhängigkeit von Importen zusammen. Die Verordnung ermöglicht es dem Landwirtschaftsminister, in Absprache mit dem Kriegsminister Verträge oder Aufträge zu erteilen, um die nationale Verteidigung zu fördern. Dies sind zentrale Aspekte, die in der Erklärung unterstrichen werden, wie weisshaus.gov beschreibt.

Die entscheidende wirtschaftliche Tragfähigkeit der inländischen Produzenten soll durch diese Verordnung gesichert werden, was auch dem Unternehmen Bayer zugutekommt. Außerdem plant Bayer, einen Sammelvergleich zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten bezüglich Roundup zu schließen, was mit Zahlungen von bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar über 21 Jahre verbunden sein könnte. Diese Entwicklungen haben jedoch auch Auswirkungen auf den Aktienkurs von Bayer, der nach der Ankündigung um 0,51 Prozent auf 45,58 Euro fiel, wie Marktbeobachter warnen.

Reaktionen und Ausblick

Trump betont in seiner Erklärung, dass sowohl die landwirtschaftliche als auch die militärische Stärke der USA von einer stabilen Versorgung mit Glyphosat und Phosphor abhängen. Dieser Schritt könnte als strategische Antwort auf globale Trends und Unsicherheiten innerhalb der Lieferketten gedeutet werden. Dennoch gibt es Bedenken hinsichtlich der Genehmigung des geplanten Vergleichs durch das Gericht in St. Louis, was die Marktbedingungen weiter beeinflussen könnte.

Die internationale Krebsforschungsagentur stufte Glyphosat 2015 als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ein, was zu unterschiedlichen Meinungen innerhalb der WHO führte. Bayer hat diese Vorwürfe zurückgewiesen und betont, dass Glyphosat sicher verwendet werden kann. Die Debatte um die Sicherheit und die gesundheitlichen Auswirkungen von Glyphosat bleibt angesichts dieser neuen Entwicklungen weiterhin angespannt.