Donald Trump hat die Zölle als strategisches Mittel eingesetzt, um die US-Wirtschaft zu stärken und andere Länder zu Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten zu bewegen. Laut fr.de betreffen die Zölle Produkte aus nahezu jedem Land und haben auch erhebliche Auswirkungen auf den globalen Handel. Insbesondere Kleinunternehmer in den USA kämpfen mit den finanziellen Folgen dieser Politik und haben sich unter dem Namen „Small Businesses against Tariffs“ zusammengeschlossen, um gegen die hohe Zolllast Protest einzulegen.

Seit dem Amtsantritt Trumps haben Kleinunternehmen mehr als 63 Milliarden US-Dollar an Zöllen gezahlt. Im November 2025 allein belaufen sich die Zölle für diese Unternehmen auf 8,1 Milliarden US-Dollar. Prognosen aber deuten darauf hin, dass die Kleinunternehmer, sollte die Zollpolitik fortgesetzt werden, bis zu 100 Milliarden US-Dollar an Zöllen tragen könnten. Julian Hinz, Forschungsdirektor des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, beschreibt die Zölle als „Eigentor“ für die US-Wirtschaft, da 96% der Zolllast letztlich von US-Importeuren und Verbrauchern getragen werden.

Die Stimmen der Kleinunternehmer

Ein Beispiel aus der betroffenen Unternehmerwelt ist Jennifer Bergman, die ihren Spielwarenladen wegen der hohen Zölle schließen musste. Gabe Hagen, Geschäftsführer eines Cafés, äußert sich kritisch und beschreibt die Zölle als eine Steuer, die direkt an die Kunden weitergegeben werden müsse. Sari Wiaz, eine Erfinderin eines Spielzeugs, warnt vor drastischen Preiserhöhungen, die durch die steigenden Zölle ausgelöst werden könnten.

Die Reaktion auf Trumps Zollpolitik ist jedoch nicht nur negativ; einige Unternehmer hoffen, dass die Zölle auch positive Auswirkungen haben könnten. So berichtet Tim Sheehan, ein Biologe aus Maine, von seinen Hoffnungen, im Wettbewerb mit importierten Produkten bestehen zu können und durch die Zollpolitik neue Chancen zu erkennen.

Die politischen Folgen

Die politischen Implikationen dieser Zollpolitik könnten sich bereits bei den Midterms im November 2026 bemerkbar machen. Trump sieht sich mit schwierigen Herausforderungen konfrontiert: Umfragen zeigen, dass die Demokraten vorn liegen und die Republikaner nur eine minimale Mehrheit im Kongress haben. Der Druck, mit den Kleinunternehmern zu verhandeln, wächst.

Abgesehen von den internen Schwierigkeiten stehen auch die internationalen Handelsbeziehungen auf dem Spiel. US-Präsident Trump hat neue Importzölle für zahlreiche Länder, darunter die EU, mit Sätzen von bis zu 15 Prozent, verhängt. Dies führt dazu, dass US-Unternehmen, die Produkte aus diesen Regionen beziehen, unter erhöhten Kosten leiden. Claire Landgraf, eine Brautausstatterin aus Minnesota, beispielsweise trägt die Zölle selbst, da ihre Kundinnen zögerlich auf die Zusatzkosten reagieren.

Während sich die Regierung bemüht, durch das Angebot zur Überarbeitung von Zollsätzen auf die Marktentwicklung zu reagieren, bleibt der langfristige Erfolg dieser Strategie ungewiss. Tagesschau.de berichtet, dass bisher nur wenige Handelsabkommen zu Stande gekommen sind, und viele Verhandlungen Monate bis Jahre in Anspruch nehmen. Unter diesen Umständen wird es für die Kleinunternehmer zunehmend schwieriger, erfolgreich zu bleiben.

Die direkte Betroffenheit und die finanziellen Belastungen zeigen, wie gravierend die Auswirkungen der Zollpolitik auf das alltägliche Geschäft sind. In einer Zeit, in der die US-Produktion seit Dezember 2025 zum zehnten Mal in Folge zurückgeht und tausende Arbeitsplätze verloren gehen, ist eine grundlegende Neubewertung der Handelsstrategie unerlässlich, um die Zukunft der kleinen Unternehmen und der US-Wirtschaft insgesamt zu sichern. ZDF.de stellt fest, dass viele Kleinunternehmer gezwungen sind, entweder die gestiegenen Kosten zu absorbieren oder die Preise für ihre Produkte zu erhöhen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.