Uganda hat seit Dezember 2023 großen Fortschritt in der konfliktfreien Rohstoffförderung erzielt, was durch einen regionalen Zertifizierungsmechanismus der ICGLR bestätigt wird. Dieses System bringt bedeutende Änderungen in den Gesetzen und Regulierungen des Landes mit sich, die darauf abzielen, eine verantwortungsvolle und transparente Rohstofferzeugung zu unterstützen. Überdies wurde ein Bewusstsein für diese Thematik innerhalb der Regierung, der Unternehmen sowie der zivilgesellschaftlichen Organisationen geschaffen. Die Unterstützung der GIZ ist hierbei ein zentraler Faktor, denn sie fördert den Dialog zwischen den Mitgliedstaaten und stellt Werkzeuge für ein Zertifizierungssystem bereit, zu dem auch digitale Lösungen gehören, berichtet GIZ.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die regelmäßigen unabhängigen Kontrollen, die von Woodcross Resources durchgeführt werden. Diese Kontrollen sichern die Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette und fördern Transparenz im Handel mit Rohstoffen. Uganda hat bereits Dutzende Bergbau-Mitarbeiter in Bereichen wie Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Gesetzeskonformität geschult, was zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen führt.

Positive Einkommenseffekte und internationale Standards

Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind signifikant: Minenarbeiter verkaufen ihr Erz nun zu transparenten Preisen und erfahren einen Einkommenszuwachs von 10-15%. Unternehmen in Europa können von diesem Modell profitieren, da die unabhängigen Kontrollen die verantwortungsvolle Rohstoffbeschaffung bestätigen. Rohstoffe, insbesondere Zinn, können unter den neuen Bedingungen in die EU importiert werden, was den Handel zwischen Uganda und europäischen Staaten fördert.

Johan Borgstam, der Sonderbeauftragte der EU für die Region der Großen Seen, hebt die Verknüpfung zwischen dem Zugang zu kritischen Rohstoffen und der Förderung von Frieden sowie Entwicklung in der Region hervor. Diese Zusammenhänge werden durch die Unterstützung der GIZ untermauert, die zur nachhaltigen Entwicklung des ugandischen Bergbausektors beiträgt, wie das Bundeswirtschaftsministerium darstellt.

Die Entwicklung dieser Mechanismen in Uganda könnte als Modell für andere Länder dienen, die ähnliche Herausforderungen im Rohstoffsektor bewältigen müssen. Die Kombination aus gesetzlicher Anpassung, Schulungsmaßnahmen und unabhängiger Überwachung trägt nicht nur zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Bergbaubesitzer bei, sondern fördert auch nachhaltige Praktiken, die in Zukunft für einen stabilen und friedlichen Markt sorgen könnten.