Die ukrainische Armee setzt ihren Druck auf die russische Wirtschaft fort und führt weiterhin Drohnenangriffe auf wichtige Infrastrukturen durch. Jüngste Attacken richteten sich erneut gegen die Ölraffinerie in Saratow, die als Schlüsselkomponente in der russischen Ölproduktion gilt. Laut FR ist dies bereits der dritte Angriff auf diese Raffinerie, die am 11. August 2025 nach einem vorherigen Drohnenangriff vorübergehend stillgelegt werden musste. Auf Telegram-Kanälen wurden Aufnahmen von Explosionen und Bränden veröffentlicht, die die Zerstörung dokumentieren.

Das russische Verteidigungsministerium hat bekanntgegeben, dass 64 ukrainische Drohnen abgeschossen wurden, darunter 29 über der Region Saratow. Dennoch könnte der Angriff einen Brand in der Ölverarbeitungsanlage ELOU-AVT-6 ausgelöst haben, die eine zentrale Rolle in der Ölverarbeitung spielt. Diese Raffinerie, eine der ältesten Russlands, versorgt die Streitkräfte mit Treibstoff und produziert über 20 verschiedene Erdölprodukte, darunter Benzin und Diesel, mit einer Jahreskapazität von 4,8 Millionen Tonnen.

Wirtschaftliche Folgen und Treibstoffengpass

Die Attacken auf die Raffinerie fallen in eine Phase, in der Russland mit erheblichen Treibstoffengpässen konfrontiert ist, insbesondere in Städten wie Arsenjew, Ussurijsk und dem Dorf Tschugujewka. Berichten zufolge gibt es lange Autoschlangen an Tankstellen, viele Tankstellen sind geschlossen, und auch auf der annektierten Halbinsel Krim versucht die Regierung, die Situation zu beruhigen. Diese Engpässe werden durch westliche Sanktionen verschärft, die die russischen Ölexporte beeinträchtigen und somit auch die Kriegseinnahmen von Wladimir Putin verringern.

Berichten von Welt zufolge haben Indien und China ebenfalls angekündigt, keine Lieferungen von den sanktionierten Raffinerien Rosneft und Lukoil anzunehmen oder diese zu reduzieren. Während die Ölexporte aus den westlichen Häfen trotz des Sanktionsdrucks im Oktober 2025 voraussichtlich bei etwa 2,33 Millionen Barrel pro Tag liegen werden, ist die wirtschaftliche Lage für Russland angespannt.

Schäden durch russische Angriffe