Die Ukraine setzt zurzeit auf eine neue taktische Strategie, die auf massiven Drohnenangriffen basiert. Diese Angriffe zielen darauf ab, die russische Luftverteidigung zu überlasten und gezielte Schläge gegen strategische Infrastrukturen in Russland, insbesondere im Energiesektor, durchzuführen. In den letzten Monaten haben diese Angriffe erhebliche Schäden verursacht, die Schätzungen zufolge auf etwa 13 Milliarden Dollar beziffert werden. Laut fr.de hat die gezielte Zerschlagung von Infrastrukturen seit Mitte 2025 dazu geführt, dass rund 17% der Raffineriekapazität Russlands lahmgelegt wurden.
Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2025 verursachten die Angriffe der Ukraine Russland Verluste in Höhe von rund 74,1 Milliarden Dollar, was 4,11% des Bruttoinlandsprodukts Russlands entspricht. Präsident Wolodymyr Selenskyj betont die Notwendigkeit von Sicherheitsgarantien für die Ukraine in den Verhandlungen über ein potenzielles Kriegsende. Dabei zeigt sich Selenskyj skeptisch gegenüber der Idee von Wahlen unter den gegenwärtigen Bedingungen, insbesondere nachdem Russland eine internationale Übergangsverwaltung für die Ukraine unter UN-Aegide vorgeschlagen hat.
Aktuelle Angriffe und Reaktionen
In den letzten 24 Stunden hat Russland über 1250 Soldaten verloren, sowie mehrere Panzer, Artilleriesysteme und Fahrzeuge. Die Frontlinie bleibt angespannt und Russland intensiviert seine Luftangriffe auf die Ukraine. In Reaktion auf die anhaltenden Angriffe hat Selenskyj dazu aufgerufen, weiterhin Vorsicht walten zu lassen, da er vor weiteren russischen Angriffen in den kommenden kalten Tagen warnt. Russell erklärte, dass eine große Zahl von Drohnen im Einsatz sei und berichtete, etwa 100 Drohnen abgewehrt zu haben, darunter einige, die Moskau zum Ziel hatten. Vorübergehend wurden Flughäfen in der Region Moskau geschlossen, um die Sicherheit zu erhöhen.
Die ukrainische Luftwaffe meldete derweil, dass Russland 126 Drohnen zum Einsatz brachte, von denen 93 erfolgreich abgeschossen wurden. Berichten zufolge wurden unter anderem Treibstofflager in Simferopol auf der Krim sowie zwei Öldepots in Hwardijske und Komsomolska attackiert. Diese Angriffe und die fortwährenden Auseinandersetzungen haben auch Auswirkungen auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine, wo es in verschiedenen Regionen zu Strom- und Wärmeversorgungsunterbrechungen gekommen ist. Besonders betroffen sind die Städte Charkiw, Krementschuk und Sumy, die aufgrund russischer Luftangriffe von Stromausfällen betroffen sind.
Folgen für die Zivilbevölkerung
Die laufenden Konflikte haben nicht nur wirtschaftliche Schäden zur Folge. Auch die Zivilbevölkerung ist stark betroffen. Wohnhäuser in mehreren Großstädten wurden beschädigt, und beim Einschlag eines russischen Flugkörpers in Dnipro wurden zwei Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Bürgermeister und lokale Behörden warnen vor Hilfsbedarfen und rufen Betroffene dazu auf, Unterstützung zu suchen, während die Situation sich in einigen regionsweisen als dramatisch gestaltet. In Kiew berichtete die Militärverwaltung von Angriffen auf kritische Einrichtungen des Stromnetzes, die bereits zu weitreichenden Verzögerungen im Eisenbahnverkehr führten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Konflikt in der Ukraine von einer Intensivierung der militärischen Handlungen geprägt ist. Präsident Selenskyj fordert verstärkte internationale Sanktionen gegen den russischen Energiesektor und weist darauf hin, dass Maßnahmen gegen Russlands Nuklearsektor bislang aussteht. Angesichts der Komplexität und Schwere der Situation bleibt abzuwarten, wie sich die politischen und militärischen Gegebenheiten in naher Zukunft entwickeln werden.