Im Landkreis Schwandorf kommt es derzeit zu zwei aufsehenerregenden Vorfällen, wie die Polizeiinspektion Neunburg vorm Wald berichtet. An einem Samstag in dieser Woche gab es sowohl einen Unfall im Begegnungsverkehr als auch eine Kontrolle eines Fahrers auf einem elektrisch betriebenen Einrad.
Der erste Vorfall ereignete sich in der Gemeinde Schwarzhofen, als eine Frau aus Schwarzhofen und eine weitere aus Neunburg vorm Wald in einen Verkehrsunfall verwickelt waren. Nach dem Zusammenstoß kam es zu einem Streit, in dessen Verlauf eine der beiden Damen die andere beleidigte. Anschließend verließ die beleidigende Frau, ohne ihre Personalien anzugeben, den Unfallort. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen Beleidigung und Fahrerflucht eingeleitet. Laut §142 StGB handelt es sich bei Fahrerflucht um das unerlaubte Entfernen vom Unfallort, was straffällig ist und juristische Konsequenzen nach sich ziehen kann, so die Informationen von HUK.
Details zu den Ermittlungen
Die Polizei hat in diesem Fall noch keine Angaben zu möglichen Verletzten oder Sachschäden veröffentlicht. Es bleibt unklar, wie beide Fahrerinnen den Vorfall erlebt haben und welche Schäden durch den Unfall entstanden sind. Der rechtliche Rahmen für eine solche Situation ist jedoch klar: Wer sich nach einem Unfall vom Ort des Geschehens entfernt, kann sich strafbar machen.
Der zweite Vorfall ereignete sich am selben Samstagabend, als ein 52-jähriger Mann in Neunburg vorm Wald kontrolliert wurde. Er fuhr mit einem Monowheel, was auf öffentlichen Verkehrsflächen nur mit einer entsprechenden Versicherung zulässig ist. Der Fahrer konnte jedoch keine gültige Versicherung vorlegen. Daher stellte die Polizei das Monowheel sicher und leitet weitere Ermittlungen ein. Auch in diesem Fall ermitteln die Beamten wegen möglichen Straftaten, da die Vorschriften zur Nutzung von elektrisch betriebenen Einrädern nicht eingehalten wurden.
Rechtliche Konsequenzen für Verursacher
Die rechtlichen Folgen einer Fahrerflucht können erheblich sein. Neben Geldstrafen und Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei kann im schlimmsten Fall auch die Fahrerlaubnis entzogen werden. Besonders bei Stress oder impulsiven Entscheidungen sollten die Fahrer daran denken, dass der Abbruch eines Unfallberichts nicht nur für sie, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer weitreichende Konsequenzen haben kann. Wer betroffen ist und deren Verursacher sich entfernt hat, findet auf der Webseite von HUK zahlreiche Empfehlungen und Tipps für die weiteren Schritte.