Am 13. Februar 2026 zeigen sich die Märkte angespannt, nachdem starke US-Konjunkturdaten den Dollar stabilisieren. Diese Entwicklung hat jedoch zu einem Verkaufsdruck bei US-Aktienindizes und Edelmetallen geführt, wie XTB berichtet.
Die Zinssenkungserwartungen der Investoren sind zurückgegangen, was sich negativ auf Technologieaktien und Edelmetalle auswirkt. Die Futures für den Nasdaq 100 verloren rund 1,5 %, während der S&P 500 über 1 % nachgab. Besonders betroffen ist die Apple-Aktie, die nach einem enttäuschenden KI-Upgrade für Siri über 5 % verlor. Gleichzeitig meldet Counterpoint Research eine schwächere Nachfrage nach Smartphones in China, was weitere Sorgen aufwirft.
Entwicklungen am Arbeitsmarkt
Die wirtschaftliche Lage wird durch steigende Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA kompliziert, die mit 227.000 Anträgen über den Erwartungen von 223.000 liegen. Auch die fortlaufenden Anträge sind leicht gestiegen. Der Immobilienmarkt zeigt sich ebenfalls schwach mit einem Rückgang der Hausverkäufe um 8 %, während ein Rückgang von nur 4 % vorhergesehen wurde. Dies lässt auf eine instabile Marktstimmung schließen, die anfällig für Schwankungen ist.
Bereits im November 2025 sah sich die US-Wirtschaft Herausforderungen durch einen Regierungsstillstand gegenüber, wodurch wichtige Konjunkturdaten verspätet veröffentlicht wurden. Diese Situation könnte die Entscheidungsfindung der Federal Reserve beeinträchtigen, da sie auf unvollständigen oder geschätzten Daten basieren muss, was die Unsicherheiten verstärkt. Blogist berichtet, dass das Konsumklima stabil bleibt, jedoch erste Anzeichen einer Eintrübung vorliegen.
Marktreaktionen und Prognosen
Die Wall Street reagiert negativ auf die jüngsten Konjunkturdaten. Der US-Standardwerteindex verliert 0,4 % und fällt auf 45.947 Punkte, während der Nasdaq um 0,5 % auf 22.384 Punkte nachgibt. Auch der S&P 500 verzeichnet einen Rückgang von 0,5 % auf 6.604 Punkte. Die rechtzeitig erscheinenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen geringer aus als erwartet, was erneut die Unsicherheit verstärkt.
Im Hinblick auf die zukünftige Geldpolitik sind Diskussionen über mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank im Oktober und Dezember aufgekommen. In diesem Kontext unterstützen Analysten die Forderung nach Zinssenkungen um bis zu zwei Prozentpunkte. Tagesschau berichtet, dass sich auch die Stimmung beim DAX negativ entwickelt hat, der um 0,56 % auf 23.534 Punkte gesunken ist, geprägt durch Kursverluste bei SAP und Siemens.
Insgesamt bleibt die Lage an den Märkten angespannt, da sowohl die US-Wirtschaft als auch die Weltkonjunktur vor Herausforderungen stehen. Strategien zur Investition in defensive Sektoren werden empfohlen, während zyklische und konsumnahen Engagements der Vorzug verweigert wird. Dabei könnten Technologieaktien, insbesondere durch den KI-Boom, kurzfristig Stabilität finden.