Am 3. November 2025 wurde der Verbraucherreport 2025 vom Verbraucherzentrale Bundesverband veröffentlicht. Dieses Dokument hebt hervor, dass der Verbraucherschutz nach wie vor ein zentrales Thema im Alltag der Menschen bleibt. Besonders im digitalen Bereich besteht dringender Handlungsbedarf, da die Anzahl der Beschwerden in Verbraucherzentralen im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent gestiegen ist. Ein alarmierendes Ergebnis ist, dass 54 Prozent der Befragten sich online weder gut noch ausreichend geschützt fühlen.
Die Mehrheit der Verbraucher:innen äußert Bedenken beim Online-Shopping, insbesondere in Bezug auf irreführende Werbung, versteckte Kosten und den Schutz persönlicher Daten. Über 57 Prozent der eingegangenen Beschwerden richten sich gegen den digitalen Sektor. Die Ergebnisse einer forsa-Befragung deuten zudem darauf hin, dass die Menschen im Bereich Internet und Digitalisierung die geringste Sicherheit empfinden.
Die digitale Welt und ihre Herausforderungen
Zusätzlich zu den im Verbraucherreport angesprochenen Themen sind Kinder besonders gefährdet, wenn es um die Nutzung des Internets geht. Wie ein Artikel von Computer Bild berichtet, sind Kinder häufig Online-Gefahren wie ungeeigneten Inhalten, Cybermobbing und unberechtigten Fremdkontakten ausgesetzt. Sicherheitsanbieter wie Norton warnen vor Betrugsmaschen, die speziell auf die Neugier junger Nutzer abzielen. Daher ist Aufklärung der erste Schritt, um Kinder über die Risiken im Internet zu informieren.
Um Kinder zu schützen, sollten Eltern technische Maßnahmen wie Filterfunktionen und Kindersicherungen nutzen. Offene Gespräche über angemessenes Verhalten im Netz und Möglichkeiten zur sicheren Kommunikation sind ebenfalls wichtig. Microsoft bietet beispielsweise die Family Safety-App an, die Funktionen wie Bildschirmzeitbegrenzungen und Webfilter umfasst.
Roblox: Eine beliebte, aber auch riskante Plattform
Eines der am häufigsten genutzten Spiele unter Kindern und Jugendlichen ist Roblox, eine Plattform, die von der Roblox Corporation entwickelt wurde. Mit durchschnittlich 85,3 Millionen aktiven Nutzern täglich, darunter viele Minderjährige, zeigt sich, wie populär diese Art von Online-Spielen ist. Dennoch birgt Roblox auch Risiken, da die Plattform gelegentlich für unangemessene Inhalte kritisiert wird.
Roblox bietet Nutzern die Möglichkeit, eigene Spiele zu erstellen und eine virtuelle Währung, Robux, zu verwenden. Diese Monetarisierung kann jedoch auch zur Ausbeutung von Minderjährigen führen, was angesichts der vorherrschenden Bedenken in Bezug auf den Schutz von Kindern einen weiteren Aspekt des digitalen Handlungsbedarfs aufzeigt.
Die Herausforderungen im Bereich Sicherheit und Verbraucherschutz im digitalen Raum sind also vielschichtig und erfordern sowohl gesetzliche als auch individuelle Maßnahmen. Eltern, Entwickler, und Gesetzgeber sind gefordert, gemeinsam eine sicherere Online-Umgebung für alle Nutzer zu schaffen.
Zusammengefasst ist der Schutz im digitalen Raum, ob für Eltern oder Kinder, ein fortlaufender Prozess, der ständige Aufmerksamkeit erfordert. Wie der Verbraucherreport und zahlreiche Studien zeigen, ist hier noch viel zu tun.