Gemäß einem Bericht von www.sueddeutsche.de, kommen große Internetkonzerne aus den USA und China auch hundert Tage nach dem Inkrafttreten des europäischen Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) nicht den neuen rechtlichen Verpflichtungen nach. Eine Studie der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) zeigt, dass Unternehmen wie Amazon, Booking.com, Google Shopping und Youtube weiterhin illegale Design-Tricks („Dark Patterns“) einsetzen, um Verbraucherinnen und Verbraucher in eine bestimmte Richtung zu lenken.
Seit August 2023 ist es Anbietern von sehr großen Online-Plattformen verboten, menschliche Verhaltens- oder Wahrnehmungsmuster durch Designtricks auszunutzen. Trotzdem missachten die Unternehmen die geltenden Gesetze weiterhin. Auch in Bezug auf die Transparenz von Werbekriterien gab es gravierende Mängel. Die Verbraucherschützer kritisierten, dass große Online-Plattformen nicht ausreichend darüber informieren, nach welchen Kriterien Werbungen ausgespielt werden. Darüber hinaus wurde bemängelt, dass keine der untersuchten Anbieter dieser Verpflichtung bislang nachgekommen ist.
Diese Verstöße haben möglicherweise erhebliche Auswirkungen auf den Markt und die Verbraucher. Zum einen könnten Verbraucher durch die illegalen Design-Tricks in ihrem Kaufverhalten beeinflusst und in die Irre geführt werden. Dies kann zu einer Verzerrung des Wettbewerbs und einer Benachteiligung anderer Anbieter führen. Darüber hinaus könnten die fehlende Transparenz bezüglich der Werbekriterien das Vertrauen der Verbraucher in die betroffenen Plattformen beeinträchtigen.
Es bleibt abzuwarten, ob und wie die zuständigen Behörden auf diese Verstöße reagieren werden und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben durchzusetzen. Es ist jedoch klar, dass die Missachtung der neuen rechtlichen Verpflichtungen negative Konsequenzen für die betroffenen Unternehmen haben könnte.
Das Einhalten der gesetzlichen Vorgaben ist entscheidend, um fairen Wettbewerb und den Schutz der Verbraucher zu gewährleisten. Die betroffenen Unternehmen sollten schnellstmöglich Maßnahmen ergreifen, um den rechtlichen Anforderungen zu entsprechen und das Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen.
Quelle: www.sueddeutsche.de
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