Am Montag, dem 6. November 2025, startet der Verkauf der diesjährigen Weihnachtsbriefmarke. Diese Marke, die ein beliebtes Sammlerstück darstellt, trägt das Motiv der Geburt Christi im Stall von Bethlehem. Die Vorlage für das Design stammt von einem Kirchenfenster der Gallus-Kapelle in Regensburg, das durch die vielfältigen Farben und das hindurchscheinende Licht eine einzigartige Wirkung entfaltet, die eng mit der Weihnachtsbotschaft verknüpft ist. Das Bundesfinanzministerium, das die Marken herausgibt, hat den Preis für die Weihnachtsmarke auf 1,35 Euro festgelegt. Von diesem Preis fließen 40 Cent in wohltätige Projekte, was die Tradition der Wohlfahrtsmarken, die 1949 begann, fortsetzt.

Jährlich kommen die 40 Cent pro Marke den Verbänden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zugute, darunter Organisationen wie Caritas, Diakonie und das Deutsche Rote Kreuz. Seit der Einführung dieser Marken wurden insgesamt 3,7 Milliarden Wohlfahrtsbriefmarken verkauft, was die große Beliebtheit und die Bedeutung dieser Marke im deutschen Briefmarkenwesen verdeutlicht.

Die Bedeutung von Kirchenfenstern und Weihnachtsmarken

Die Verwendung von Kirchenfenster-Motiven ist nicht neu. In der Geschichte der Weihnachtsbriefmarken wurde bereits 1969 die erste Weihnachtsmarke herausgegeben. Diese zeigte Jesus in der Krippe als Zinnfigur. Kirchliche Motive wie die Darstellung der Geburt Christi drücken wichtige Bräuche zur Advents- und Weihnachtszeit aus, die das Thema „Das Licht scheint in die Finsternis“ verkörpern. Diese Symbolik ist ein zentraler Bestandteil der Weihnachtsbotschaft und wird auch durch die Darstellung von Kirchenfenstern verdeutlicht, die häufig für den Entwurf von Briefmarken gewählt werden.

Ein Beispiel für ein solches Fenster ist das der Pfarrkirche St. Katharina in Bad Soden am Taunus, das 2020 als Motiv diente. Dieses Fenster besteht aus rund 13.000 einzelnen Glasstücken und ist eines der frühesten Werke des Künstlers Johannes Beeck. Die Weihnachtsmarken-Serie wird seit der Privatisierung der Deutschen Bundespost kontinuierlich fortgesetzt und erfreut sich in der Bevölkerung großer Beliebtheit.

Ein Blick auf internationale Varianten

Weihnachtsbriefmarken sind es nicht nur in Deutschland, die spezielle Motive und Spendenaktionen aufweisen. In Dänemark gibt es die sogenannten Julen-Marken, die ohne Wertangabe als freiwillige Spendenvignetten genutzt werden. Diese wurden erstmals 1904 eingeführt und haben einen ähnlichen wohltätigen Hintergrund. In Österreich hingegen werden die Weihnachtsbriefmarken jährlich ohne Zuschlag verkauft.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Weihnachtsbriefmarke 2025 sowohl ein Sammlerstück als auch eine Unterstützung für wohltätige Zwecke ist. Die Kombination aus traditionellem Design und sozialem Engagement mach diese Marken zu einem wichtigen Bestandteil der Weihnachtszeit in Deutschland.