Zum 30. November haben Autofahrer in Deutschland die Möglichkeit, ihre Kfz-Versicherung zu kündigen. Dies ist ein wichtiger Stichtag, der in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, was bedeutet, dass Kündigungen bis Montag, den 1. Dezember, eingereicht werden können. Nach diesem Datum verlängert sich der bestehende Vertrag automatisch, es sei denn, die Versicherung hat die Preise erhöht. In einem solchen Fall greift das Sonderkündigungsrecht, das eine außerordentliche Kündigung innerhalb eines Monats ermöglicht, wie die Plattform Chip berichtet.
Angesichts der möglichen Einsparungen von mehreren Hundert Euro im Jahr ist es ratsam, die bestehenden Policen im Herbst gründlich zu überprüfen und gegebenenfalls einen Anbieterwechsel in Betracht zu ziehen. Bei der Auswahl eines neuen Tarifs spielen neben dem Preis auch Leistungen wie die freie Werkstattwahl und die Deckungssummen eine entscheidende Rolle.
Kriterien für den Kfz-Versicherungsvergleich
Beim Vergleich von Kfz-Versicherungen sollten Autofahrer auf verschiedene Aspekte achten. Die Kfz-Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben, während Voll- und Teilkasko optional sind. Die Selbstbeteiligung in der Haftpflicht ist nicht vorgesehen, in der Kaskoversicherung jedoch meistens wählbar. Empfohlen wird eine Versicherungssumme von mindestens 100 Millionen Euro pauschal sowie 15 Millionen Euro pro geschädigter Person.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Berücksichtigung von grober Fahrlässigkeit: Gute Tarife zahlen auch in solchen Fällen. Auch Schäden durch Wildunfälle und Marderbisse sollten abgedeckt sein, weshalb eine Überprüfung der Versicherungsbedingungen ratsam ist. Zusatzleistungen wie ein Schutzbrief oder ein Verkehrsrechtsschutz können je nach individuellem Fahrverhalten von Vorteil sein.
Darüber hinaus gewinnen digitale Services an Bedeutung. Viele Anbieter stellen mittlerweile elektronische Servicekarten zur Verfügung oder ermöglichen Schadenmeldungen über eine App. Diese modernen Angebote können eine bequeme Abwicklung im Schadensfall gewährleisten.
Vorbereitung für den Wechsel
Bevor Autofahrer ihren bisherigen Vertrag kündigen, sollte der neue Vertrag idealerweise bereits bereit zur Unterschrift sein, um Lücken im Versicherungsschutz zu vermeiden. Die Kündigung sollte rechtzeitig, am besten per Einschreiben oder digital, beim bisherigen Versicherer eingehen. Autofahrer sollten zudem beachten, dass nicht alle Anbieter in Vergleichsportalen gelistet sind.
Die Beiträge können je nach Fahrzeugtyp, Wohnort und Schadenfreiheitsklasse stark variieren. Daher ist es wichtig, auch zusätzliche Faktoren, wie das individuelle Fahrverhalten und die Regionalklasse, in die Überlegungen einzubeziehen. Eine Anpassung der Selbstbeteiligung ist zudem eine gängige Methode, um die monatlichen Beiträge zu senken.
Insgesamt steht fest, dass der Wechsel der Kfz-Versicherung viele Vorteile mit sich bringen kann, einschließlich der Möglichkeit, durch bessere Bedingungen und Preise erhebliche Kosten zu sparen. Für Elektroautos gelten in der Haftpflicht die gleichen Regeln wie für Verbrenner, jedoch sind Unterschiede in der Kaskoversicherung zu beachten. Insbesondere Akkuschäden und Schäden an Wallbox oder Ladekabel können je nach Anbieter versichert sein, was für E-Auto-Besitzer besonders wichtig ist.
Autofahrer sollten also nicht zögern, die Zeit bis zur Frist am 30. November zu nutzen, um Vergleiche anzustellen und gegebenenfalls die Kfz-Versicherung zu wechseln. Weitere Informationen können auf der Seite von Metropoljournal nachgelesen werden.