Am 23. Oktober 2025 stehen viele Autofahrer in Deutschland vor steigenden Kosten für ihre Kfz-Versicherung. Wie WDR berichtet, werden die Kfz-Versicherungskosten für rund 6 Millionen Autofahrer teurer, während etwa 4,5 Millionen mit gesenkten Beiträgen rechnen können. Diese Änderungen sind das Ergebnis neuer Einstufungen der Regionalklassen und Typklassen, die von den Versicherern jährlich angepasst werden.
Die Regionalklasse, die das Schadenrisiko in einem bestimmten Zulassungsbezirk widerspiegelt, wird jedes Jahr vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft neu berechnet. Dies hat direkten Einfluss auf die Versicherungsbeiträge. Für die Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 12 Klassen, während die Vollkaskoversicherung 9 und die Teilkaskoversicherung 16 Klassen umfasst. Die Zuordnung der Regionalklassen hängt vom Wohnsitz des Versicherten ab und nicht vom Unfallort, was entscheidend für die Beitragshöhe sein kann, wie ADAC erläutert.
Einfluss von Typklassen
Die neue Typklasseneinstufung für Fahrzeuge spielt ebenfalls eine große Rolle. Die Typklasse eines Fahrzeugs beschreibt, wie oft das jeweilige Modell in Unfälle verwickelt ist oder gestohlen wird. Höhere Beiträge sind entsprechend für Modelle zu erwarten, die häufig in Schadensfälle verwickelt sind. Autofahrer können die Typklasse ihres Fahrzeugmodells kostenlos über eine spezielle Abfrageplattform einsehen, die rund 33.000 verschiedene Modelle erfasst. Diese Plattform bietet Informationen über Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen, die folgende Kriterien zeigt: eine Farbskala für Einstufungen, sowie Möglichkeiten zur gezielten Suche nach Fahrzeugen Die Versicherung stellt diese Funktion zur Verfügung.
Die Anpassungen in den Beiträgen sind nicht nur auf die Regionalklassen und Typklassen zurückzuführen. Steigende Ersatzteil- und Werkstattkosten erhöhen ebenfalls die Belastungen für die Versicherer, die laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in diesem Jahr etwa 4,5% mehr für Schäden aufwenden müssen. Daher ist es für Autofahrer ratsam, ihre Versicherung regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls zu wechseln, um Kosten zu sparen.
Tipps zum Sparen bei Kfz-Versicherungen
Ein Anbieterwechsel kann erheblich Einsparungen mit sich bringen, besonders für Neukunden. Um die besten Angebote zu finden, empfiehlt es sich, verschiedene Internet-Portale wie Verivox oder Check24 zu nutzen, wobei mindestens zwei Plattformen verwendet werden sollten, um einen umfassenden Überblick zu erhalten.
Zusätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Kosten für die Kfz-Versicherung zu senken. Autofahrer können durch eine Reduzierung des Fahrerkreises, die Wahl einer höheren Selbstbeteiligung im Schadensfall, sowie die Nutzung von Telematik-Tarifen und Werkstattbindungen ihre Beiträge möglicherweise deutlich reduzieren. Auch die jährliche Beitragszahlung anstelle von Raten kann zu günstigeren Konditionen führen. Weniger gefahrene Kilometer wirken sich ebenfalls positiv auf die Prämie aus und ein Wechsel zu Teilkasko anstelle von Vollkasko kann sowohl finanziell entlasten als auch den Versicherungsschutz entsprechend anpassen.
Die Kündigung der bestehenden Versicherung muss bis spätestens 1. Dezember beim Versicherer eingegangen sein, da die meisten Verträge am 31. Dezember enden. Bei einer Beitragserhöhung durch den Versicherer besteht ein Sonderkündigungsrecht, das es Autofahrern ermöglicht, schneller zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Diese Möglichkeiten prägen den aktuellen Versicherungsmarkt und sollten von Autofahrern aktiv genutzt werden, um auf die steigenden Kosten zu reagieren.