Am 4. November 2025 strahlt der NDR eine neue Episode von „Markt“ aus, in der aktuelle Verbraucherthemen beleuchtet werden. Laut NDR werden im Fokus diesmal Mogel- und Luftpackungen sowie versteckte Preiserhöhungen stehen. Jährlich registrieren Verbraucherzentralen rund 3.000 Beschwerden zu diesen Themen. Hersteller und Händler bedienen sich kreativer Methoden, um Preiserhöhungen zu kaschieren. Ein Beispiel hierfür ist Lidl, das mit der Aussage „größte Preissenkung aller Zeiten“ wirbt, ohne eine vollständige Produktliste zu präsentieren. Dies hat zur Folge, dass die Verbraucherzentrale Lidl wegen irreführender Werbung verklagt hat.

Ein weiteres wichtiges Thema in der Episode ist das Wechseln von Versicherungen. Verbraucher werden darauf hingewiesen, dass ein häufiger Wechsel finanzielle Vorteile bieten kann. Insbesondere Treue-Altkunden zahlen oft höhere Preise als Neukunden. Besonders bei KFZ-Versicherungen steigen die Preise für Bestandskunden deutlich stärker. Die Verbraucherzentralen empfehlen daher einen regelmäßigen Anbieterwechsel.

Lebkuchen und Reiseplanung per KI

Im Vorfeld der bevorstehenden Weihnachtszeit wird auch der Lebkuchen thematisiert. Als beliebtes Weihnachtsgebäck mit langer Haltbarkeit unterzogen, werden sechs Oblaten-Lebkuchen einem Test auf Schadstoffe und geschmackliche Beurteilung. Ein weiteres spannendes Thema ist die Unterstützung bei der Reiseplanung durch KI-Apps. Diese können hilfreich sein, bergen jedoch auch Risiken durch falsche Reiseportale und erfundene Angebote. Die Sendung wird die Qualität der KI-gestützten Reiseplanungsangebote unter die Lupe nehmen.

Ein weiteres Thema sind Gewürzmischungen, die in bunten Verpackungen oft zu hohen Preisen angeboten werden. Zwei Gewürz-Experten werden die geschmackliche Qualität von verschiedenen Produkten überprüfen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen weist zudem auf Mängel bei der Beschriftung hin, die die Verbraucher verwirren können.

Der Anstieg des elektronischen Abfalls

Ein zusätzliches drängendes Thema ist der elektronische Abfall. Laut TODA MATERIA ist dieser auch als RAEE (Resíduos de Aparelhos Eletroeletrônicos) bekannt. Mit dem technologischen Fortschritt steigt die Menge an produziertem e-Lixo, was erhebliche negative Umweltauswirkungen hat. Jährlich werden weltweit etwa 50 Millionen Tonnen elektronischer Abfall produziert, wobei nur ein Bruchteil recycelt wird.

In den USA werden etwa 300 Millionen elektronische Geräte entsorgt, von denen sechs von zehn noch funktionsfähig sind. In Ländern wie Brasilien, das die höchste Produktion an elektronischem Abfall unter den Entwicklungsländern verzeichnet, setzt die Gesetzgebung auf eine umweltgerechte Entsorgung dieser Abfälle. So entsorgt Brasilien jährlich rund 97.000 Tonnen Computer und mehr als 2.000 Tonnen Handys. Etwa 720 Städte im Land bieten bereits Dienstleistungen zur Sammlung und zum Recycling von elektronischem Abfall an.

Umweltorganisationen warnen davor, dass viele gefährliche Materialien in elektronischen Geräten enthalten sind, die bei unsachgemäßer Entsorgung Boden und Grundwasser kontaminieren können. Eine ordnungsgemäße Entsorgung und Recycling sind entscheidend, um Umweltschäden zu vermeiden und wertvolle Ressourcen zu schonen. Zudem kann die Spende von funktionsfähigen Geräten an soziale Einrichtungen zur Verringerung des Problems beitragen.

Die Episode von „Markt“ bietet somit umfassende Einblicke in die Herausforderungen, mit denen Verbraucher konfrontiert sind, und thematisiert die weitreichenden Auswirkungen des Konsumverhaltens auf die Umwelt.