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Vietnam steht vor einem bedeutenden Wandel in seiner Kulturentwicklung, der durch die kürzlich veröffentlichte Resolution Nr. 80-NQ/TW des Politbüros am 7. Januar 2026 eingeläutet wurde. Diese neue politische Ausrichtung stellt die Kultur als eine tragende Säule für nachhaltige Entwicklung neben Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Bisherige kulturelle Investitionen konzentrierten sich vor allem auf die Erhaltung und die Infrastruktur, während die ungenutzten Ressourcen und unzureichenden Renditen nicht der erhofften Wirkung entsprachen. Die Resolution 80 fordert daher ein Umdenken und entschlossenes Handeln zur Förderung der Kultur und ihrer Rolle als Soft Power und kreative wirtschaftliche Ressource.

Die Vierte Industrielle Revolution und die digitale Transformation verlangen ein aktualisiertes Verständnis von Kultur. Professorin Dr. Tu Thi Loan hebt hervor, dass Kultur nicht nur ein Erbe ist, sondern auch eine Ressource für die Entwicklung. Internationale Beispiele, wie die K-Pop-Industrie in Südkorea, belegen das immense Potenzial, das in der Kultur steckt, wenn sie entsprechend gefördert wird. Fehlende Verbindungen zu praktischen Bedürfnissen limitierten bisher die Effektivität kultureller Projekte, ein Umstand, den Dr. Nguyen Thi Thu Phuong anprangert und die Schaffung eines Kulturmarktes fordert.

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Integration von Kultur und Wirtschaft

Resolution 80 ermutigt zu einer engen Verknüpfung von Kultur mit den Bereichen Bildung, Tourismus, Medientechnologie und der kreativen Industrie. Hanoi wird als wichtiger Standort für die Entwicklung von Kulturindustrien angesehen, da die Stadt über ein reiches kulturelles Erbe verfügt. Der Tempel der Literatur wird derzeit umgestaltet, um ein dynamischer Raum für Kultur zu werden, der digitale Archive und Erlebnisprogramme integriert. Zudem soll das Gebiet um den Hoan-Kiem-See als neues kulturelles Zentrum ausgebaut werden, in dem verschiedene kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

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Das Ziel der Resolution ist es, dass die kulturellen Industrien bis 2045 etwa 9% zum Bruttoinlandsprodukt Vietnams beitragen. Dabei werden private Investitionen und öffentlich-private Partnerschaften in kulturellen Industrien stark gefördert. Die Förderung von künstlerischer Kreativität und die Unterstützung von Künstlern bei der selbständigen Arbeit sind ebenfalls Teil des Plans, um die Reichweite vietnamesischer Kulturprodukte zu erhöhen.

Vietnams kulturelles Erbe und seine Bedeutung

Vietnam besitzt ein beeindruckendes Erbe aus natürlichen und kulturellen Stätten, das zur sozioökonomischen Entwicklung beiträgt. Zu den UNESCO-anerkannten Erbestätten gehören unter anderem die Altstadt von Hoi An, das komplex der Monumente von Hue und die Kaiserliche Zitadelle von Thang Long in Hanoi. Diese Stätten ziehen zahlreiche Touristen an und fördern die lokale Wirtschaft. Im Jahr 2023 begrüßte die vietnamesische Tourismusindustrie 12,6 Millionen ausländische Besucher, wobei mehr als 70% diese Erbestätten besuchten.

  • 8 Weltkultur- und Naturerbesstätten
  • 15 immaterielle Kulturerbesstätten
  • 3 Welt-Dokumentarerbesstätten
  • 6 Dokumentarerbesstätten in der Asien-Pazifik-Region
  • 11 Biosphärenreservate
  • 3 globale Geoparks
  • 9 Ramsar-Stätten (Feuchtgebiete)
  • 485 nationale immaterielle Kulturerbesstätten

Die UNESCO-anerkannte Altstadt von Hoi An wurde mehrfach als charmanteste und romantischste Altstadt der Welt bezeichnet und kann als Beispiel für Vietnams reichhaltige kulturelle Identität dienen. Auch die Ha Long Bucht, die 1994 als Welt-Naturerbe anerkannt wurde und 2011 als eines der neuen sieben Weltwunder gewählt wurde, spielt eine zentrale Rolle im kulturellen Tourismus.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Vietnams Ansatz zur Entwicklung seiner kulturellen Industrien als Schlüssel zu einer stärkeren internationalen Positionierung und zur Maximierung der nationalen Ressourcen angesehen wird. Der durch die Resolution 80 angestoßene Wandel hin zu einer kulturorientierten Wirtschaft könnte das Land in eine neue Ära des Wachstums führen, während es seine reichen kulturellen Werte bewahrt und gleichzeitig die lokalen Gemeinschaften stärkt.

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