Am heutigen Valentinstag, dem 14. Februar 2026, warnen Polizei und Verbraucherzentrale Brandenburg vor der Betrugsmasche des Love-Scammings. Diese Form des Betrugs nutzt die Sehnsucht nach Liebe und Zweisamkeit aus, indem Kriminelle gefälschte Profile erstellen und emotionalen Kontakt zu Opfern aufbauen, um sie schlussendlich um ihr Geld zu bringen. Betroffene aus Brandenburg, insbesondere aus den Regionen Havelland, Uckermark und Prignitz, berichten von hohen finanziellen Verlusten. Die Betrüger legen dabei großen Wert darauf, Vertrauen aufzubauen und nutzen emotionale Geschichten, um ihre Opfer zu manipulieren.
Beispiele aus der Region zeigen die drastischen Auswirkungen dieses Betrugs. Eine Frau aus dem Havelland verlor eine hohe fünfstellige Summe, nachdem ihr vermeintlicher Partner ihr vorgab, Gold zu schicken. Eine weitere Frau aus der Uckermark überwies einige Tausend Euro für einen angeblichen Flug und hatte zuvor ihre Ausweisdaten missbrauchen lassen. Auch ein 55-Jähriger aus der Prignitz überwies immensen Geldbetrag an eine Internet-Bekanntschaft. Die Verbraucherzentrale berichtet von einem alarmierenden Anstieg der Beschwerden über Internetbetrug in den letzten Monaten, insbesondere im Zusammenhang mit Love-Scamming.
Risiken und Warnsignale
Die finanziellen Schäden, die durch Love-Scamming entstehen, bewegen sich häufig im fünfstelligen Bereich. Viele Betroffene melden den Betrug erst verspätet, was die Situation verschärft. Zu den typischen Warnsignalen gehören:
- Überschwängliche Liebesbekundungen, ohne dass ein persönliches Treffen stattfindet.
- Dramatische Geschichten über unerwartete Notlagen, die mit Geldforderungen verbunden sind.
- Bitten um Geld, Geschenkkarten oder Überweisungen ins Ausland.
Die Verbraucherzentrale rät, Profile und Bilder genau zu überprüfen, etwa durch eine Rückwärts-Bildersuche. Zudem sollten keine persönlichen Daten oder Geld an Unbekannte weitergegeben werden. Bei Verdacht auf Betrug ist es ratsam, den Kontakt sofort abzubrechen und den Vorfall zur Anzeige zu bringen. In Brandenburg und anderen Bundesländern ist es möglich, Strafanzeigen online zu erstatten.
Schutzmaßnahmen und Unterstützung
Der Umgang mit Love-Scamming erfordert Wachsamkeit. Verdächtige Kontakte sollten umgehend gemeldet und blockiert werden. Bei einem Betrugsversuch ist es wichtig, sofort den Kontakt abzubrechen und alle Chatverläufe sowie Belege zu sichern. Hilfe im Familien- oder Freundeskreis kann ebenfalls entscheidend sein. Im Falle eines finanziellen Schadens sollten Betroffene zeitnah ihre Hausbank kontaktieren, um eventuell Überweisungen rückgängig zu machen.
Die Verbraucherzentrale Brandenburg bietet individuelle Beratung an, sowohl vor Ort als auch telefonisch oder per Videochat. Interessierte können einen Termin unter 0331 / 98 22 999 5 vereinbaren (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder sich online informieren. Weitere Informationen zu diesem Thema findet man auf der Website der Verbraucherzentrale Brandenburg und der Verbraucherzentrale.
In Anbetracht der anhaltenden Bedrohung durch Love-Scamming appellieren die Behörden an die Bürger, wachsam zu sein und potenzielle Betrüger frühzeitig zu erkennen.