Der Schritt ins Wohneigentum ist ein bedeutendes finanzielles Unterfangen, das viele Überlegungen zur Finanzierbarkeit und Wirtschaftlichkeit erfordert. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen führt entsprechende Workshops durch, um potenziellen Kaufinteressentinnen und Kaufinteressenten Orientierung zu bieten. Thomas Lang erläutert die finanziellen Dimensionen des Wohneigentums, während Thilo Kensmann von altbau plus e. V. über verschiedene Förderprogramme informiert, die Bund, Land und Stadt Aachen bereitstellen. Ergänzt wird dies durch die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Herr Hundeshagen von Haus & Grund Aachen vorstellt.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Sicher entscheiden – informiert kaufen“ und richtet sich gezielt an Käufer, die in den Immobilienmarkt einsteigen möchten. Sie bietet wichtige Informationen, die bei der Entscheidungsfindung unterstützen können, insbesondere in einem Markt, der durch hohe Bauzinsen und Preissteigerungen gekennzeichnet ist.
Bedarf an Wohnraum und Förderprogramme
In Deutschland ist der Bedarf an bezahlbarem und klimafreundlichem Wohnraum enorm, kann jedoch bislang nicht gedeckt werden. Gestiegene Bauzinsen, Preissteigerungen und Materialengpässe sind nur einige der Herausforderungen, die sich dem Wohnungsbau entgegenstellen. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) hat daher verschiedene Förderprogramme ins Leben gerufen, um die Schaffung von Wohnraum zu unterstützen. Dies umfasst sowohl soziale Wohnungsbauprojekte als auch Programme für klimafreundliches Bauen.
Zu den Förderungen gehören unter anderem der soziale Wohnungsbau mit einem Investitionsvolumen von 23,5 Milliarden Euro für 2025 bis 2029 und das Programm für klimafreundlichen Neubau, das durch zinsgünstige Kredite unterstützt wird. Zudem erhalten Familien mit geringem und mittlerem Einkommen seit Juni 2023 Unterstützung durch zinsverbilligte KfW-Kredite für den Erwerb von Wohneigentum. Voraussetzung ist ein maximales Jahreseinkommen von 90.000 Euro, zu dem 10.000 Euro für jedes weitere Kind hinzugerechnet werden können.
Nachhaltigkeit und neue Ansätze
Ein Beispiel für das erfolgreiche Eingehen auf die Nachfrage nach nachhaltigen Wohnlösungen sind Paul Schmidt und Sophie Rose. Das Paar, das den Kauf eines Hauses plant, sucht nach einem nachhaltigen Eigenheim im Randgebiet einer Großstadt. Ihr Ziel ist es, ein zukunftssicheres Objekt zu erwerben, das entweder als Effizienzhaus gebaut oder saniert wurde. »Das von uns gekaufte Haus wurde frisch zum Effizienzhaus 40 saniert«, erklärt Paul. Diese Effizienzhaus-Stufe erfordert eine sorgfältige Planung und Umsetzung, was durch Beratung von Energieeffizienz-Experten unterstützt wurde.
Dank der hohen Standards der Sanierung profitieren sie nicht nur von nahezu keinen laufenden Heizkosten, sondern auch von Förderungen, die der vorherige Eigentümer beantragt hat. Im Kaufvertrag sind die Sanierungskosten aufgeführt, und das Paar plant, das KfW-Wohneigentumsprogramm (124) sowie den Wohngebäude-Kredit (261) in Anspruch zu nehmen.
Die Gesamtlage zeigt, wie wichtig es ist, über die finanziellen Aspekte des Erwerbs von Wohneigentum gut informiert zu sein. Die Unterstützung durch verschiedene Informations- sowie Förderprogramme kann sowohl Familien als auch Einzelpersonen helfen, die Herausforderung des Immobilienkaufs erfolgreich zu meistern.
Für weitere Informationen über die Teilnehmer und Programme der Workshops besuchen Sie die Seite der Verbraucherzentrale NRW, die über die Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten informiert. Detaillierte Informationen zu den KfW-Förderprogrammen finden Sie bei KfW. Weitere Einblicke in die Programme des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen bietet die BMWSB-Seite.