Wolpertswende plant eine umfassende Sanierung und Erweiterung der Turn- und Festhalle Mochenwangen, die als eines der größten Investitionsprojekte in der Geschichte der Gemeinde gilt. Der Gemeinderat hat einstimmig entschieden, einen Förderantrag im Rahmen des neuen Bundesförderprogramms zur Sanierung kommunaler Sportstätten zu stellen. Damit sollen die Voraussetzungen für eine zweifach geteilte Sporthalle mit Zuschauertribüne geschaffen werden, die sowohl dem Schul- als auch dem Vereinssport dienen soll. Die geschätzten Kosten für die Sanierung belaufen sich auf etwa zehn Millionen Euro, wobei die Verwaltung von einer Förderquote von 45 Prozent ausgeht, wie schwaebische.de berichtet.

Im Rahmen des Programms wurden bis zu einer Milliarde Euro für die Sanierung und Modernisierung von Sportstätten in dieser Legislaturperiode bereitgestellt. Die erste Förderphase startet mit einem aktuellen Projektaufruf, aus dem 333 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung stehen. Der Bund hat beschlossen, förderfähige Projekte wie die Sanierung von Sporthallen, Freibädern und Sportplätzen zu unterstützen, wobei der Fokus auf der energetischen Sanierung liegt, wie bmwsb.bund.de erläutert.

Sanierung der Turn- und Festhalle

Die geplante neue Halle wird am Standort der bestehenden Turn- und Festhalle errichtet. Es ist vorgesehen, dass ein Teil der jetzigen Halle abgerissen wird, während der Eingangsbereich und die Außenfassade erhalten bleiben. Durch eine Drehung des Gebäudes um 90 Grad sollen die Innenmaße von 22 auf 45 Metern sowie die Zuschauertribüne untergebracht werden. Ziel dieser Maßnahmen ist eine zukunftsfähige Lösung für Sport und Veranstaltungen, die den neuesten Standards entspricht, wie in den Analysen des Bedarfs von 2021 und 2022 ermittelt wurde.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages wird zeitnah über die eingereichten Anträge entscheiden, und die ersten Ergebnisse sind bis Ende Februar zu erwarten. Sollte der Förderantrag abgelehnt werden, hat die Gemeindeverwaltung bereits Alternativen in Aussicht, die dem Gemeinderat präsentiert werden sollen, berichtet bundestag.de.

Zukunftspläne und Bauzeit

Die voraussichtliche Bauzeit für das Projekt wird auf etwa 1,5 Jahre geschätzt, wobei nur ein Schuljahr von den Bauarbeiten betroffen sein soll. Die Frist für die Einreichung der Förderanträge endete am 15. Januar 2026. Städte, Gemeinden und Landkreise konnten ihre Projektskizzen digital beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung einreichen, um von den bereitgestellten Mitteln zu profitieren. Der Bundesanteil der Förderung beträgt 45 Prozent, mit einer Mindestförderhöhe von 250.000 Euro bis zu maximal 8 Millionen Euro pro Projekt.

Die Koalition hat mit diesem Programm einen klaren Fokus auf die Verbesserung der Sportinfrastruktur gesetzt, im Gegensatz zu früheren Programmen, die auch andere Bereiche wie Jugend und Kultur abdeckten. Ministerin Theresa Schopper hat das Programm gelobt und darauf gedrängt, die Länder bei der Erstellung von Förderkriterien einzubeziehen, um eine breitere Unterstützung sicherzustellen.