Am heutigen Datum, dem 31. Oktober 2025, hat die ZF Friedrichshafen AG eine bedeutende Partnerschaft mit dem chinesischen Chiphersteller Horizon Robotics bekannt gegeben. Diese Kooperation zielt auf die Entwicklung einer neuen Fahrerassistenztechnologie (ADAS). ZF folgt hierbei dem Beispiel anderer großer Zulieferer wie Bosch und Continental, die bereits ähnliche Allianzen gebildet haben, um den wachsenden Markt für Fahrerassistenzsysteme in China zu bedienen. Die geplante Markteinführung erfolgt im Jahr 2026 und das Produkt wird in chinesischen Medien als neuer „coPILOT“ bezeichnet.
Obwohl die ZF in diesem Bereich aufholt, muss sie sich dennoch der Kritik stellen, da sie in Deutschland massive Stellenabbaupläne ankündigte und im Bereich der ADAS-Technologie von anderen Tier-1-Zulieferern wie Bosch und Continental überholt wurde. Dies wirft Fragen zur zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auf.
Technologische Entwicklungen in der Fahrerassistenz
Die neuen Fahrerassistenzsysteme, auf die ZF abzielt, werden Technologien wie Kameras, Radar und Lidar nutzen, um die Umgebung des Fahrzeugs zu erkennen und Unfälle zu vermeiden. Insbesondere Systeme zur Frontkollisionverhütung sind entscheidend, da sie hintere Kollisionen verhindern sollen. Diese Systeme verwenden Sensoren, die nicht nur andere Fahrzeuge, sondern auch Fußgänger, Radfahrer und Tiere erfassen können, und sind darauf ausgelegt, Warnungen auszugeben und Bremsen vorzubereiten.
In den USA haben sich 20 Automobilhersteller verpflichtet, solche Technologien bis September 2022 zum Standard zu machen. Dazu gehört die Implementierung von Vorwarnungen bei Kollisionen und automatischem Bremsen, die den Kriterien des National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) und des Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) entsprechen. Studien belegen, dass Systeme mit automatischem Bremsen und Vorwarnungen Rückstaus deutlich reduzieren: Um etwa 50 % bei Kollisionen.
Ein Blick auf die Sicherheit
Die Implementierung fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme hat nicht nur das Potenzial, Unfälle zu verhindern, sondern auch die Schwere möglicher Unfälle zu mindern. Laut den IIHS-Tests konnte das Schadensausmaß bei Kollisionen signifikant reduziert werden, insbesondere wenn die Geschwindigkeit des Aufpralls gesenkt wurde. Fahrzeuge, die mit Frontkollisionsverhütungssystemen ausgestattet sind, zeigen eine signifikant niedrigere Wahrscheinlichkeit, in Auffahrunfälle verwickelt zu werden.
Die ZF-Initiative zur Zusammenarbeit mit Horizon Robotics könnte somit nicht nur die eigene Marktposition stärken, sondern auch dazu beitragen, die allgemeine Verkehrssicherheit durch innovative Fahrerassistenzsysteme zu verbessern.
Für weitere Entwicklungen in diesem Bereich bleibt die Branche aufmerksam, denn die technologische Evolution ist entscheidend für die Zukunft der Fahrzeugindustrie. Die kommenden Jahre könnten entscheidend dafür sein, wie sich Markt und Technologie in der Fahrzeugsicherheitslandschaft verändern werden.
Hier erfahren Sie mehr über die Partnerschaft und die Technologien: automobil-industrie.vogel.de, iihs.org.