Bayerische Versorgungskammer: Verluste in Höhe von 690 Millionen Euro!

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Die Bayerische Versorgungskammer verlor bis zu 690 Millionen Euro durch riskante US-Immobilieninvestitionen und sieht sich Klagen gegenüber.

Die Bayerische Versorgungskammer verlor bis zu 690 Millionen Euro durch riskante US-Immobilieninvestitionen und sieht sich Klagen gegenüber.
Die Bayerische Versorgungskammer verlor bis zu 690 Millionen Euro durch riskante US-Immobilieninvestitionen und sieht sich Klagen gegenüber.

Bayerische Versorgungskammer: Verluste in Höhe von 690 Millionen Euro!

Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) sieht sich derzeit mit erheblichen finanziellen Verlusten konfrontiert, die aus riskanten Immobilieninvestitionen in den USA resultieren. Nach Angaben von Welt hat die BVK durch diese Spekulationen eine dreistellige Millionensumme verloren, was zu Klagen von Mietern und Käufern der betroffenen Immobilien geführt hat.

Die BVK, die die Einzahlungen für Menschen verwaltet, die nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen – insbesondere für Freiberufler – hat in US-Immobilien etwa 1,6 Milliarden Euro investiert. Zu den betroffenen Objekten zählen unter anderem die Transamerica-Pyramide in San Francisco, ein Hochhaus in New York sowie ein Hotelkomplex in Miami und ein Studio in Beverly Hills, wie Merkur berichtet.

Massive Abschreibungen und anhaltende rechtliche Auseinandersetzungen

Für 2024 musste die BVK auf ein 800-Millionen-Euro-Investment über 160 Millionen Euro abschreiben, mit möglichen Steigerungen auf bis zu 690 Millionen Euro. Angesichts dieser Zahlen ist es kaum überraschend, dass die BVK sich nun rechtlichen Herausforderungen gegenübersieht. Vor allem die Verflechtungen mit dem umstrittenen US-Immobilienentwickler Michael Shvo, der vorab steuerrechtliche Probleme hatte, haben zur Verschärfung der Situation beigetragen.

Die BVK hat ihre Compliance-Richtlinien bereits verschärft und sich von ihrem Immobilienchef getrennt, um weiteren Vertrauensverlust zu vermeiden. Mieter und Käufer haben Klage gegen Shvo und die BVK eingereicht, während Shvo seinerseits bei der BVK eine Forderung in Höhe von 85 Millionen Dollar geltend macht. In der aktuellen Lage wurde auch die Staatsanwaltschaft München eingeschaltet, um Vorermittlungen einzuleiten.

Politische und öffentliche Reaktionen

Die staatlichen Stellen haben dazu bereits Stellung genommen. Das Bayerische Innenministerium weist die Verantwortung für die Investments der BVK von sich und betont, dass keine aufsichtliche Zuständigkeit bestanden habe. Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn fordert jedoch einen Bericht über die Rolle des Innenministeriums und kritisiert die unzureichende Aufsicht.

Die BVK als größte öffentlich-rechtliche Pensionskasse Deutschlands mit einem Kapital von etwa 117 Milliarden Euro betreut rund 2,7 Millionen Versicherte. Angesichts dieser Größe und Bedeutung sind die jüngsten Entwicklungen von besonderem Interesse, insbesondere im Kontext des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels, der Pensionskassen allgemein zu schaffen macht, wie Mercer hervorhebt.

Zusätzlich haben Anwälte, die eine „Interessengemeinschaft Versorgungswerke“ gegründet haben, Fragen über Unregelmäßigkeiten aufgeworfen und sich unzureichend beantwortete Fragen an die BVK gerichtet. Die BVK betont jedoch, dass die unabhängige Aufarbeitung des Geschehens höchste Priorität habe. Es bleibt abzuwarten, wie sich die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für die BVK weiterentwickeln werden.