Wirtschaftspolitik

IHK-Sommerabend: Reformen für die Zukunft der Unternehmen in Koblenz!

Am 28. August 2025 fand in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz der IHK-Sommerabend statt, an dem rund 700 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung des nördlichen Rheinland-Pfalz teilnahmen. Unter dem Motto „Markt der Begegnungen“ lud die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz nach der IHK-Vollversammlung zu diesem bedeutenden Netzwerk-Event ein. Ministerpräsident Alexander Schweitzer und IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing begrüßten die Gäste und eröffneten den Abend mit einer klaren Ansage.

In ihrer Rede thematisierte Szczesny-Oßing die aktuellen Herausforderungen, mit denen Unternehmen konfrontiert sind, insbesondere die Unzufriedenheit mit der Wirtschaftspolitik und den damit verbundenen Vertrauensverlust in die verantwortlichen Akteure. Sie forderte tiefgreifende Strukturreformen zur Sicherung nachhaltigen Wachstums und kritisierte jüngste politische Entscheidungen in Rheinland-Pfalz, wie das Landeklimaschutzgesetz und die Novellierung des Bildungsfreistellungsgesetzes. Ihre Worte unterstrichen die Notwendigkeit eines „Herbstes der Reformen“ auf bundespolitischer Ebene. Szczesny-Oßing appellierte an die Anwesenden, die Chancen der Region zu nutzen und eine neue, optimistische Haltung zu entwickeln.

Forderungen der IHK-Arbeitsgemeinschaft

Vor dem Sommerabend hatte die IHK-Vollversammlung eine Wahlordnung für die anstehenden Wahlen im Jahr 2026 beschlossen. Ein zentrales Thema war auch die wirtschaftliche Lage, die von Arne Rössel, dem Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, als angespannt und pessimistisch beschrieben wurde. In einem Positionspapier zur Bundestagswahl 2025 unter dem Titel „Wirtschaft. Zukunft. Jetzt.“ nannte die IHK zwölf fundamentale Forderungen, die darauf abzielen, strukturelle und bürokratische Hindernisse für Unternehmen zu beseitigen.

Insbesondere erwähnt die IHK, dass Rheinland-Pfalz rund 157.000 Unternehmen hat, von denen 99,4 % Kleinstunternehmen sind, die weniger als zehn Beschäftigte haben. Diese Unternehmen sehen sich vielfältigen Herausforderungen gegenüber, wie übermäßiger Bürokratie und komplexen Berichtspflichten. Die IHK fordert eine Vereinfachung dieser bürokratischen Prozesse und eine Senkung der Steuerlast auf etwa 25 %, um Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum zu fördern.

  • Bürokratieabbau: Umsetzung von EU-Vorgaben ohne nationale Verschärfungen.
  • Verkehrsinfrastruktur: Ausreichende Mittel für die Instandhaltung und den Ausbau der Verkehrswege.
  • Steuerreform: Senkung der Steuerlast auf 25 %, Abschaffung des Solidaritätszuschlags, Reform der Gewerbesteuer.
  • Investitionen: Erhöhung in Infrastruktur, Bildung und Forschung ohne neue Schulden.
  • Senkung der Energiekosten: Förderung erneuerbarer Energien und Senkung staatlicher Abgaben.

Die kritischen Anmerkungen von Szczesny-Oßing und die umfassenden Forderungen der IHK-Arbeitsgemeinschaft sind Appelle an die politischen Entscheidungsträger, notwendige Reformen einzuleiten, um die wirtschaftliche Basis in Rheinland-Pfalz zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Diese Thematik wird auch durch die bevorstehenden Bundestagswahlen am 23. Februar 2025 zusätzlich beleuchtet, die voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage in der Region haben werden.

Darüber hinaus hob Oberst i. G. Andreas Schramm vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr die Herausforderungen aufgrund der veränderten Verteidigungspolitik hervor. Die wirtschaftlichen und politischen Schnittstellen wurden beim Sommerabend fokussiert, um einen Dialog zwischen den Beteiligten zu fördern und Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.

Für weitere Informationen zu den abschließend diskutierten Themen und Forderungen ist die detaillierte Berichterstattung auf den Webseiten von WW-Kurier und Lokalo zu finden.

Tim Meisner

Tim Meisner ist ein angesehener Wirtschaftsexperte und Analyst mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der deutschen Wirtschaftslandschaft. Durch seine langjährige Tätigkeit in Deutschland hat er ein umfassendes Verständnis für lokale und nationale Wirtschaftsthemen entwickelt. Sein Fachwissen erstreckt sich von Finanzmärkten und Unternehmensstrategien bis hin zu makroökonomischen Trends. Er ist bekannt für seine klaren Analysen und durchdachten Einschätzungen, die regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien zitiert werden.

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