
Die Stadt Radebeul hat in einer wegweisenden Sitzung des Stadtrats am 30. August 2025 einstimmig beschlossen, die Tilgung von Krediten ab dem Jahr 2026 auf null zu setzen. Ziel dieser Entscheidung ist es, langfristig Projekte zu erhalten und eine Streichung von notwendigen Investitionen zu vermeiden. Der Stadtrat reagiert damit auf die aktuellen finanziellen Herausforderungen und will gleichzeitig die Weichen für die Zukunft stellen.
Seit dem Jahr 2001 hat Radebeul seine Schulden von einst 55,315 Millionen Euro drastisch auf voraussichtlich 9,124 Millionen Euro gesenkt. Diese bedeutende Reduktion hat auch zur Verringerung der Verschuldung pro Einwohner beigetragen: Von 1.707 Euro auf lediglich 277 Euro. Durch die Entscheidung, die Kredittilgung auszusetzen, werden jährlich rund 2,2 Millionen Euro frei, die für Investitionen ohne die Aufnahme neuer Schulden genutzt werden sollen. Oberbürgermeister Bert Wendsche betonte, dass mit diesen Mitteln keine neuen Projekte finanziert werden sollen, sondern lediglich die bestehenden Vorhaben gesichert werden.
Maßnahmen zur finanziellen Stabilität
Im Kontext der Maßnahmen zur Haushaltsvorsorge hat der Stadtrat auch auf die erwarteten negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie reagiert. Für die Jahre 2021 bis 2025 wurden die planmäßigen Tilgungen der Stadt herabgesetzt, um eine vertretbare Investitionstätigkeit aufrechtzuerhalten. Bei geringeren negativen Auswirkungen will Radebeul 50% des verbesserten Zahlungsmittelsaldos für außerordentliche Kredittilgungen nutzen.
Die außerordentliche Kredittilgung beläuft sich auf nahezu 2,315 Millionen Euro, und dieser Schritt basiert auf dem verbesserten Zahlungsmittelsaldo aus der laufenden Verwaltungstätigkeit, nachdem die Coronaausgleichszahlungen abgezogen wurden. Grundlage für diese Anpassungen bildet der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020. Der Stadtrat hat somit auch einen Beschluss zur Modifizierung seiner bisherigen Vorgaben getroffen, um auf die aktuellen Gegebenheiten besser reagieren zu können.
Ausblick
Die Maßnahmen der Stadt Radebeul sind ein wichtiger Schritt, um trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie handlungsfähig zu bleiben und gleichzeitig die finanziellen Rahmenbedingungen für zukünftige Investitionen zu schaffen. Die Entscheidung zur Null-Tilgung wird es Radebeul ermöglichen, weiterhin ein entscheidungsfreudiger Akteur in der Region zu sein, der Wert auf nachhaltige Entwicklung legt.
Wie Sächsische.de berichtet, wird die Stadt nun ihre finanziellen Mittel gezielt verwenden, um die Stabilität zu erhöhen und bestehende Investitionsprojekte zu sichern. Der Stadtrat sieht sich somit in der Lage, insgesamt verträgliche Lösungen für die finanzielle und wirtschaftliche Zukunft Radebeuls zu präsentieren.
Für weitere Informationen zum Thema kann auch Radebeul.de konsultiert werden, wo detaillierte Einblicke in die Stadtratsbeschlüsse zur finanziellen Planung gegeben werden.