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Nordkorea: Krypto-Kriminalität sprengt alle Grenzen – 2,17 Milliarden USD verloren!

Immer mehr Berichte lenken das Augenmerk auf die diplomatische und finanzielle Bedrohung, die von nordkoreanischen Hackern ausgeht. Eine kürzlich veröffentlichte Zusammenfassung der Cyberkriminalität zeigt alarmierende Statistiken, die die Bedeutung dieser Aktivitäten unterstreichen. Am 26. August 2025 enthüllte das FBI, dass die berüchtigte Lazarus-Gruppe, die direkt mit dem nordkoreanischen Regime in Verbindung steht, für den Bybit-Hack verantwortlich ist, bei dem unglaubliche 1,5 Milliarden USD entwendet wurden. Diese Summe stellt den größten Diebstahl in der Geschichte der Kryptowährungen dar. BeInCrypto berichtet, dass die Lazarus-Gruppe wiederholt Banken und Krypto-Börsen ins Visier genommen hat, wodurch sie seit 2017 etwa 2 Milliarden USD generierte.

Der Bybit-Hack ist ein Paradebeispiel für die fortschrittlichen Techniken, die die Täter verwenden. Laut Experten konnten die Hacker mehr als 300 Millionen USD des gestohlenen Geldes in nicht wiederherstellbare Fonds umwandeln. Dies geschah durch die Manipulation von digitalen Wallet-Adressen, was die Wiedererlangung des Geldes nahezu unmöglich macht. Der CEO von Bybit, Ben Zhou, stellte klar, dass die Kundenfonds nicht betroffen waren und dass das Unternehmen ein Belohnungsprogramm zur Rekompensation von gestohlenem Geld initiiert hat, für das bereits 20 Personen über 4 Millionen USD erhalten haben.

Die Zunahme der Angriffe und die Reaktion der Behörden

Die Angriffe haben in letzter Zeit zugenommen, insbesondere im Jahr 2025, in dem über 2,17 Milliarden USD von Kryptowährungsdiensten gestohlen wurden. Diese Zahl verdeutlicht die Schwere der Situation, die als gravierender eingeschätzt wird als in den Vorjahren. BBC ergänzt, dass Analysten weitere Sanktionen gegen Geldmischer, Verwahrungs-Wallets und Liquiditätspools erwarten, um die ansteigende Bedrohung durch nordkoreanische Cyberkriminalität einzudämmen. Der Financial Action Task Force zufolge stellt Nordkorea die größte staatliche Bedrohung für die Integrität der Kryptomärkte dar.

Ein bedeutender Vorfall ereignete sich im Mai 2025, als die taiwanesische BitoPro-Börse etwa 11,5 Millionen USD verlor. Auch Anfang Juni 2025 reichte das US-Justizministerium eine Einziehungsaktion über 7,74 Millionen USD ein, die mit nordkoreanischen Geldwäscheschemata in Verbindung stand. Zudem wurden vier nordkoreanische Staatsangehörige in Georgia angeklagt, die verdächtigt werden, US-Firmen infiltriert und fast 900.000 USD gestohlen zu haben.

Die Rolle der Lazarus-Gruppe

Die Lazarus-Gruppe wird nachgesagt, fortschrittliche Methoden für ihre Cyberangriffe zu nutzen, einschließlich Social Engineering und Zero-Day-Exploits. Experten wie Dr. Tom Robinson von Elliptic weisen darauf hin, dass Nordkorea bei der Geldwäsche von Kryptowährungen äußerst kompetent ist. Dies geschieht nicht nur zur Bereicherung, sondern auch zur Finanzierung von militärischen Entwicklungen, was die globale Sicherheitslage weiter kompliziert. Täuschende Aktivitäten und die Umwandlung von Krypto-Geldern in undurchsichtige Fonds erwecken den Eindruck, dass die nordkoreanischen Cyberkriminellen beinahe rund um die Uhr arbeiten, um die erbeuteten Gelder zu säubern.

Die Ermittlungen haben auch gezeigt, dass über 1.000 E-Mail-Konten mit nordkoreanischen IT-Arbeitern, die für westliche Unternehmen tätig waren, in Verbindung stehen. Diese Arbeiter erhielten Gehälter in Krypto-Wallets, die anschließend gewaschen wurden. Die Komplexität und methodische Vorgehensweise dieser Cyberkriminalität haben in der Krypto-Community das Vertrauen erschüttert und die Compliance-Kosten in die Höhe getrieben.

Die verstärkten Bemühungen der Behörden, gegen diese Bedrohung vorzugehen, stehen in einem schnelllebigen Umfeld, in dem Cyberkriminalität mittlerweile etwa 70 Prozent der globalen Krypto-Kriminalität ausmacht. Es bleibt abzuwarten, wie die Weltgemeinschaft auf diese wachsende Herausforderung reagieren wird.

Tim Meisner

Tim Meisner ist ein angesehener Wirtschaftsexperte und Analyst mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der deutschen Wirtschaftslandschaft. Durch seine langjährige Tätigkeit in Deutschland hat er ein umfassendes Verständnis für lokale und nationale Wirtschaftsthemen entwickelt. Sein Fachwissen erstreckt sich von Finanzmärkten und Unternehmensstrategien bis hin zu makroökonomischen Trends. Er ist bekannt für seine klaren Analysen und durchdachten Einschätzungen, die regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien zitiert werden.

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