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China warnt vor übermäßigen Investitionen in Künstliche Intelligenz!

China hat die Notwendigkeit betont, übermäßige Investitionen in den Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) zu regulieren. Diese Aufforderung erfolgte, um willkürliche Konkurrenz zu vermeiden und die nationale Wirtschaft zu stärken. Chang Kailin, ein Beamter der Nationale Entwicklungs- und Reformkommission, bestätigte einen koordinierten Ansatz, der sich darauf konzentriert, regionale Vorteile zu nutzen und Doppelarbeit zu vermeiden. Dieser Schritt wird als entscheidend angesehen, da Chinas verarbeitende Industrie im fünften Monat in Folge schrumpft, was den Druck auf die gesamte Wirtschaft verdeutlicht. Politische Entscheidungsträger sind bestrebt, frühere Fehler, wie die Überinvestitionen im Bereich der Elektrofahrzeuge, zu vermeiden.

Präsident Xi Jinping hat lokale Regierungen vor unüberlegten Investitionen gewarnt. Trotz dieser Warnungen beschleunigt die Regierung die Entwicklung und Governance von KI. Ein neuer Aktionsplan wurde eingeführt, um den KI-Sektor zu stärken. Die Regierung fördert die Entwicklung privater Unternehmen und unterstützt vielversprechende Start-ups, mit dem Ziel, so genannte „schwarze Pferde“ im Innovationsrennen hervorzuheben. Dies geschieht in Anlehnung an Erfolge wie das Unternehmen DeepMind, das mit seinem leistungsstarken KI-Modell international für Aufsehen sorgte und in Wettbewerb zu amerikanischen Modellen tritt. Chinesische Technologieunternehmen planen zudem die Installation von über 115.000 KI-Chips von Nvidia in Rechenzentren in Wüstenregionen des westlichen China.

Chinas Strategie zur KI-Entwicklung

Die chinesische Regierung betrachtet die künstliche Intelligenz als nationale Priorität und fördert diese durch politische Maßnahmen sowie finanzielle Mittel. Die Bedeutung von KI erstreckt sich über wirtschaftlichen Erfolg hinaus und betrifft auch Verteidigungsstärkung, Cybersicherheit und nationale Sicherheit. Ziel ist es, Technologieführerschaft zu erlangen und die volkswirtschaftliche Leistung zu steigern. Bereits im Jahr 2017 wurde ein Entwicklungsplan veröffentlicht, der vorsieht, bis 2030 ein globales Innovationszentrum für KI zu etablieren. Die KI-Strategie ist integraler Bestandteil des Fünfjahresplans von 2021 bis 2025 und umfasst verschiedene Initiativen, darunter die „AI+“-Initiative, die digitale Technologien mit industrieller Stärke und dem Binnenmarkt verknüpfen soll.

Chinas Strategie umfasst eine umfassende staatliche Planung, industrielle Kooperation sowie die Entwicklung technischer Infrastruktur und Regelsetzungen. Ein innovationsfreundliches Ökosystem unterstützt nationale Forschungsplattformen und die Zusammenarbeit mit Universitäten. Hierzu zählen renommierte Bildungsinstitute wie Tsinghua und Peking, die Grundlagenforschung und talentierte Ausbildung fördern. Öffentlich-private Partnerschaften spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle bei der Talententwicklung und der Vermarktung von Forschungsergebnissen.

Regulierung und gesellschaftliche Verantwortung

Parallel zu diesen Entwicklungen etabliert China ein hierarchisches und szenarienbasiertes Regulierungssystem für digitale Technologien. Dieses System basiert auf dem Cybersicherheitsgesetz, dem Datensicherheitsgesetz und dem Gesetz zum Schutz persönlicher Informationen. Seit 2023 gelten Übergangsregeln für generative KI-Dienste, die Transparenz und staatliche Aufsicht verlangen. Ein umfassendes KI-Gesetz, das in den Gesetzgebungsplan für 2023 aufgenommen wurde, wird derzeit entwickelt.

Pilotprojekte in Städten wie Shenzhen und Shanghai regulieren spezifische KI-Anwendungen, um sicherzustellen, dass technologische Innovation mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden wird. China nimmt eine führende Rolle bei der Anwendung von KI in Unternehmen ein, während internationale Akteure wie Tesla und Microsoft ihre KI-Aktivitäten an den chinesischen Markt anpassen. Chinas Bestrebungen in der KI-Entwicklung könnten somit zu einem wesentlichen Faktor für die wirtschaftliche und technologische Zukunft des Landes werden.

Tim Meisner

Tim Meisner ist ein angesehener Wirtschaftsexperte und Analyst mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der deutschen Wirtschaftslandschaft. Durch seine langjährige Tätigkeit in Deutschland hat er ein umfassendes Verständnis für lokale und nationale Wirtschaftsthemen entwickelt. Sein Fachwissen erstreckt sich von Finanzmärkten und Unternehmensstrategien bis hin zu makroökonomischen Trends. Er ist bekannt für seine klaren Analysen und durchdachten Einschätzungen, die regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien zitiert werden.

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