
Die Dividendensaison steht vor der Tür, und zahlreiche Anleger in der Schweiz begeben sich auf die Suche nach attraktiven Anlageoptionen. Traditionell beginnt die Dividendensaison im Frühling, konkret in den Monaten März, April und Mai, was für viele Schweizer Unternehmen die Gelegenheit bietet, ihre Dividenden zu erhöhen und Investoren an ihrem unternehmerischen Erfolg teilhaben zu lassen.
Wie finanzen.net berichtet, erfreuen sich viele Schweizer Anleger an den stabilen Dividendenrenditen, die oft auch ein wichtiger Bestandteil der Gesamtrendite sind. Vor Beginn der Dividendensaison ist typischerweise ein Anstieg der Kurse dividendenstarker Aktien zu beobachten, was mit den bevorstehenden Schlussterminen für die Dividendenauszahlungen zusammenhängt.
Aktuelle Dividendenrenditen und Unternehmensentscheidungen
Derzeit liegt die durchschnittliche Dividendenrendite des Swiss Market Index (SMI®) bei knapp 3 Prozent, was leicht unter dem Durchschnitt der letzten neun Jahre von 3,26 Prozent steht. Im internationalen Vergleich sind die Dividendenrenditen niedrig; der S&P® 500 kommt lediglich auf 1,27 Prozent, während der EURO STOXX 50 bei 2,56 Prozent liegt.
Ein weiterer Aspekt ist die ausbleibende Zinserhöhung durch die Schweizerische Nationalbank (SNB), die die Differenz zwischen der Dividendenrendite und dem risikofreien Zinssatz von 0,65 Prozent vergrößert hat. Unternehmen mit stabilen Dividenden, sogenannte „Dividendenaristokraten“, stehen besonders im Fokus. So hat Nestlé seine Dividende trotz eines Kursrückgangs von über 20 Prozent im letzten Jahr um 5 Rappen erhöht. Swisscom kündigte eine Dividendenerhöhung von 22 auf 26 Schweizer Franken an, trotz Bedenken hinsichtlich höherer Schulden, während Swiss Life Holding plant, die Dividende um 2 Schweizer Franken pro Aktie zu steigern.
Besonders bemerkenswert ist, dass Sunrise mit etwa 8 Prozent eine der höchsten Dividendenrenditen am Schweizer Markt bietet. Dividenden spielen zudem eine entscheidende Rolle bei der Bewertung von Zertifikaten und Aktienanleihen, auch wenn Anleger keinen direkten Anspruch auf Dividenden haben.
Das Identifizieren künftiger Dividendenaristokraten erfolgt unter anderem durch die Nutzung von Screenings, die Unternehmen auf Basis bisheriger Dividendensteigerungen analysieren. Laut aktien.guide müssen Unternehmen mindestens 5 Jahre steigende Dividenden beibehalten, um den Status eines Dividendenaristokraten zu erreichen, was sie zu beliebten und als zuverlässig geltenden Dividendenzahlern macht. Anleger sollten dabei auch die Ausschüttungsquote im Auge behalten, um das Risiko eines Scheiterns bei der Dividendensteigerung zu minimieren.