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Immobilien-Spezialfonds boomen: Anleger setzen auf Deutschland und Infrastruktur!

Deutsche institutionelle Investoren zeigen im ersten Halbjahr 2025 ein wachsendes Interesse an Immobilien-Spezialfonds. Dies geht aus dem aktuellen Fondsmonitor des Beratungshauses Lagrange hervor. Der Indexwert für das Interesse an Immobilienfonds stieg auf 7,06 Punkte, verglichen mit 6,83 Punkten am Ende des Vorjahres. Besonders gefragt sind derzeit Wohnimmobilien, Einzelhandelsimmobilien mit Lebensmittel-Schwerpunkt sowie Logistikimmobilien. Auch Real Estate Debt und Data Centers erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit.

Im Bereich Infrastrukturinvestitionen wurde ein noch höherer Indexwert von 7,21 Punkten festgestellt, was die Bedeutung dieser Anlageklasse unterstreicht. Die Risikoneigung der Anleger ist dabei klar strukturiert: Core-plus-Investments machen 42% der Nennungen aus, gefolgt von Core-Investments mit 26%, Value-add mit 24% und opportunistischen Anlagen, die nur 8% erreichen. Diese Präferenzen spiegeln sich auch in den Nachfragen nach verschiedenen Immobilienarten wider.

Beliebte Immobilienarten und Zielregionen

Die Nachfrage nach Immobilien differenziert sich nach Nutzungsarten. Wohnimmobilien bleiben nach wie vor die gefragteste Kategorie und machen 13% der Nennungen aus, wobei es hier eine leichte rückläufige Tendenz gibt. Einzelhandelsimmobilien, die vor allem für die Nahversorgung interessant sind, steigen hingegen auf 12%. Daneben verzeichnen Logistikimmobilien eine Nachfrage von 10%, während Real Estate Debt und Data Centers beide ein Interesse von 9% aufweisen. Büroimmobilien hingegen, die 7% ausmachen, sind weniger gefragt.

Deutschland bleibt mit 16% das führende Zielland für Immobilieninvestments, gefolgt von den Benelux-Ländern mit 14%. Frankreich und Österreich liegen mit 8-10% in Reichweite, während das Interesse an den USA auf 6% gesunken ist. Diese Trends kritisieren vor allem die hohe Finanzierungssituation und die Preise auf dem Immobilienmarkt, die für 39% beziehungsweise 27% der Investoren als größte Herausforderungen gelten.

Infrastrukturinvestments im Aufschwung

Bei Infrastrukturinvestitionen zeigen sich markante Präferenzen für Photovoltaik mit 21%, gefolgt von Batteriespeichern mit 16%. Auch Infrastructure Debt ist mit 14% mehr als relevant. Deutschland weist mit 43% die größte Attraktivität im Infrastrukturbereich auf, während andere europäische Länder 38% erreichen. In Nordamerika ist ein Rückgang der Attraktivität zu beobachten, während Asien leicht im Plus liegt.

Die Haupthürden für Investitionen in Immobilien-Spezialfonds sind die Finanzierung und Produktkomplexität, die als größte Herausforderungen identifiziert werden. Ein positiver Trend ist der ansteigende Zweitmarkt-Index, der für Käufe von Immobilienfondsanteilen bei 6,24 Punkten und für Verkäufe bei 6,58 Punkten liegt. Käufe konzentrieren sich dabei vor allem auf Wohn- und Nahversorgungsimmobilien, während Verkäufe größtenteils Büro- und Logistikfonds betreffen. Interessant ist zudem das creciente Interesse an Batteriespeichern und spezialisierten Infrastruktur-Managern.

Cash-Online berichtet, dass die spezifischen Marktchancen und das Potenzial zur Risikodiversifikation für viele Investoren ausschlaggebend bleiben. Die Kombination aus steigender Nachfrage und wachsenden Herausforderungen zeigt, wie dynamisch sich die Landschaft der Immobilien- und Infrastrukturinvestments verändert.

Boerse.de ergänzt, dass die Akzeptanz für Core-plus-Investments dominiert und die Opportunitäten in diesem Bereich beleuchtet werden müssen, um die Erwartungen der Anleger zu erfüllen.

Tim Meisner

Tim Meisner ist ein angesehener Wirtschaftsexperte und Analyst mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der deutschen Wirtschaftslandschaft. Durch seine langjährige Tätigkeit in Deutschland hat er ein umfassendes Verständnis für lokale und nationale Wirtschaftsthemen entwickelt. Sein Fachwissen erstreckt sich von Finanzmärkten und Unternehmensstrategien bis hin zu makroökonomischen Trends. Er ist bekannt für seine klaren Analysen und durchdachten Einschätzungen, die regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien zitiert werden.

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