Investitionen

US-Inflation im Januar: Preisauftrieb schwächt sich ab, jedoch nicht so deutlich wie erwartet – Geldpolitische Kehrtwende fraglich

Gemäß einem Bericht von www.tagesschau.de,
Die Inflation in den USA ist Anfang des Jahres zurückgegangen. Die Verbraucherpreise stiegen im Januar um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium heute in Washington mitteilte. Im Dezember hatte die Teuerungsrate noch 3,4 Prozent betragen. Allerdings schwächte sich der Preisauftrieb damit nicht so deutlich ab wie erwartet. Analysten hatten im Schnitt eine Rate von 2,9 Prozent erwartet. Von Dezember auf Januar zogen die Preise um 0,3 Prozent an. Auch auf Monatssicht hatten die Experten mit einem geringeren Zuwachs gerechnet.

Die Zahlen sind von Bedeutung für die Geldpolitik der wichtigsten Zentralbank der Welt – der US-Notenbank Federal Reserve. Sie will die Inflationsrate nachhaltig in Richtung ihres Zielwerts von 2,0 Prozent steuern. Die unerwartet hoch ausgefallenen US-Verbraucherpreise belasteten den deutschen Aktienmarkt am heutigen Nachmittag spürbar. Der DAX, der bereits zum Handelsstart wieder unter die Marke von 17.000 Punkten gerutscht war, verlor nach der Veröffentlichung bis zu ein Prozent auf 16.871 Punkte. Die Renditen auf zehnjährige US-Treasuries drehten dagegen ins Plus und zogen auf bis zu 4,297 Prozent von 4,170 Prozent am Vortag an. Auch für den Dollar gab es einen kräftigen Schub: Der Dollar-Index legte um 0,6 Prozent auf 104,81 Punkte zu, weil Marktteilnehmer angesichts des trägeren Inflationsrückgangs ihre Wetten auf schnelle Zinssenkungen der US-Notenbank revidierten. Die Inflationsdaten sind ein entscheidender Faktor für die geldpolitische Richtung der Fed.

Aus wirtschaftlicher Sicht könnten die unerwartet hohen Inflationsraten in den USA dazu führen, dass die Federal Reserve ihre Pläne für deutliche Zinssenkungen zunächst auf Eis legt. Die gestiegene Inflation könnte auch den Aktienmarkt belasten und zu steigenden Renditen auf Anleihen führen. Dieser Inflationsrückgang könnte eine Herausforderung für die Fed darstellen, die weitere „gute Daten“ sehen will, die auf eine Zinswende hindeuten. Dies wird sich auf die Wirtschaft insgesamt sowie auf Verbraucher und Branchen auswirken, da niedrigere Zinssätze Investitionen und Wachstum beeinflussen.

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Tim Meisner

Tim Meisner ist ein angesehener Wirtschaftsexperte und Analyst mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der deutschen Wirtschaftslandschaft. Durch seine langjährige Tätigkeit in Deutschland hat er ein umfassendes Verständnis für lokale und nationale Wirtschaftsthemen entwickelt. Sein Fachwissen erstreckt sich von Finanzmärkten und Unternehmensstrategien bis hin zu makroökonomischen Trends. Er ist bekannt für seine klaren Analysen und durchdachten Einschätzungen, die regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien zitiert werden.

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