Finanzen

Volkswagen verurteilt: 165 Millionen Euro für Sklavenarbeit in Brasilien!

Volkswagen wurde in Brasilien mit einer Geldstrafe von 165 Millionen Reais, was etwa 26 Millionen Euro entspricht, belegt. Das Urteil bezieht sich auf sklavenähnliche Arbeitsbedingungen, die auf einer Amazonas-Farm während der Militärdiktatur in den 1970er und 1980er Jahren herrschten. Das Arbeitsgericht in Redenção, Pará, fällte dieses Urteil, das als die höchste Geldstrafe in Brasilien wegen moderner Sklaverei gilt. Volkswagen do Brasil kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen und seine Verteidigung bei höheren Gerichtsinstanzen fortzuführen.

Das Unternehmen behauptet, dass es sich an die Grundsätze der Menschenwürde halte und alle geltenden Arbeitsgesetze einhalte. Die Vorwürfe beziehen sich auf die Fazenda Vale do Rio Cristalino, die einer Tochterfirma von Volkswagen do Brasil gehörte. Diese Farm wurde mit Unterstützung der Militärdiktatur gegründet, um das Amazonasgebiet zu entwickeln und zu besiedeln.

Ermittlungen und Zeugenaussagen

Die Ermittlungen nahmen ihren Anfang im Jahr 2019, als der Priester Ricardo Rezende die Arbeitsbedingungen auf der Farm dokumentierte. Die Anklage betont, dass Hunderte Leiharbeiter unter langen Arbeitstagen und erniedrigenden Bedingungen litten. Bewaffnete Wachleute überwachten die Arbeiter, und ein System der Schuldknechtschaft hielt sie davon ab, die Farm zu verlassen.

Ein ehemaliger Arbeiter, Pedro Pereira Vasconcelos, berichtete über schwere Misshandlungen und gefährliche Arbeitsbedingungen im Jahr 1983. Viele Arbeiter litten zwischen den 70er- und 80er-Jahren unter entwürdigenden Bedingungen, von Schuldknechtschaft bis hin zu bewaffneter Überwachung. Das Arbeitsgericht äußerte auch schwerwiegende Vorwürfe gegen Volkswagen, zu denen Mord, Folter, der Einsatz von Minderjährigen und sogar das Eindringen in indigenes Land gehören.

Öffentliche Entschuldigung und Verantwortung

Das Urteil verlangt von Volkswagen, sich öffentlich für die erlittenen Schäden zu entschuldigen und seine Verantwortung anzuerkennen. Die Forderungen der Betroffenen sind klar: eine öffentliche Entschuldigung bei den Opfern und der Gesellschaft ist unerlässlich. Dies ist Teil eines umfassenderen Versöhnungsprozesses, der die dunkle Vergangenheit der Arbeitsbedingungen in Brasilien aufarbeiten soll.

Pater Rezende hebt die Bedeutung hervor, die Verbrechen der Vergangenheit nicht zu vergessen und die Gerechtigkeitsforderung der Opfer zu unterstützen. Vasconcelos und andere betroffene Arbeiter sind überzeugt, dass eine höhere Instanz Volkswagen für schuldig befinden wird und fordern unermüdlich Gerechtigkeit.

Für weitere Informationen können Sie die Artikel auf Finanzen.net und Tagesschau lesen.

Tim Meisner

Tim Meisner ist ein angesehener Wirtschaftsexperte und Analyst mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der deutschen Wirtschaftslandschaft. Durch seine langjährige Tätigkeit in Deutschland hat er ein umfassendes Verständnis für lokale und nationale Wirtschaftsthemen entwickelt. Sein Fachwissen erstreckt sich von Finanzmärkten und Unternehmensstrategien bis hin zu makroökonomischen Trends. Er ist bekannt für seine klaren Analysen und durchdachten Einschätzungen, die regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien zitiert werden.

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